Ludwig Müller, BayWa AG

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Wer in Süddeutschland mit Landwirtschaft zu tun hat, kommt früher oder später auch mit der BayWa in Berührung sei es durch den Agrar- und Landmaschinenhandel oder durch die Werkstatt. Seit 1923 wurde aus der bayerischen Handelsorganisation ein internationales Handels- und Dienstleistungsunternehmen. Julia Eder von der Zeitschrift traction hat mit Ludwig Müller, dem Leiter der Personalbetreuung im Segment Agrar, über die BayWa als Arbeitgeber gesprochen.

Traction: Bei der BayWa gibt es die Segmente Agrar, Energie und Bau das hört sich nach vielen verschiedenen Jobs an. Wie unterscheiden sich diese Bereiche vom Arbeitsalltag und den Anforderungen her?

Müller: In allen Bereichen geht es um Handel, Vertrieb und Dienstleistung. Dennoch sind die Anforderungen und auch der Arbeitsalltag je nach Job unterschiedlich. Zum Beispiel arbeitet ein Vertriebsmitarbeiter eng am Kunden, wohingegen ein Mitarbeiter im Controlling sich mit der Zahlenanalyse befasst. So unterschiedlich wie die Aufgaben sind natürlich auch die Anforderungen an die jeweiligen Mitarbeiter.


Traction: Gibt es Fähigkeiten oder Eigenschaften, die ein Bewerber in jeder Sparte und jedem Segment haben muss?

Müller: Unsere Grundanforderungen sind Kundennähe, Flexibilität und Effizienz. In der BayWa ist wichtig,  dass jeder Mitarbeiter seine Rolle in der Vertriebskette wahrnimmt und damit seinen persönlichen Beitrag zur Kundenbindung erkennt.


Traction: Das alles bringt Thomas Hoffmeister, den wir in unserer Ausgabe 4/2014 bei seiner Arbeit begleitet haben, als Verkaufsberater ja schon mit. Welche weiteren Eigenschaften und Kenntnisse sollte man speziell als Verkaufsberater haben?

Müller: Eine gewinnende Persönlichkeit sowie Leidenschaft für den Vertrieb und die Landwirtschaft sind die Voraussetzungen, um als Verkaufsberater erfolgreich zu sein. Ebenso muss sich der Verkaufsberater mit betriebswirtschaftlichen Anforderungen des Kunden befassen, um ihn qualifiziert beraten zu können. Deswegen zählen wirtschaftliche Kenntnisse mit zum Anforderungsprofil unserer Vertriebsmitarbeiter.

Traction: Kommen wir zur BayWa als Arbeitsgeber: Inwiefern wirkt sich der genossenschaftliche Hintergrund der BayWa auf das Arbeitsklima und die Unternehmenskultur aus?

Müller: Auch vor diesem Hintergrund setzen wir in unserer Arbeit auf  Werte, die in der jüngsten Vergangenheit wieder stark an Bedeutung gewonnen haben: Vertrauen und Solidität. Darüber hinaus zeichnet sich die BayWa als innovatives Unternehmen durch eine stabile wirtschaftliche Entwicklung aus, was für sichere Beschäftigungsverhältnisse spricht.

Traction: Das sind wahrscheinlich auch Gründe dafür, dass viele Mitarbeiter schon sehr lange bei der BayWa arbeiten, wie Sie auf Ihrer Internetseite betonen. Welche Möglichkeiten gibt es dabei, sich innerhalb des Unternehmens beruflich zu verändern und zu entwickeln?

Müller: Ein Grundsatz ist, dass die Hierarchien durchlässig sind. Nur so kann man die eigenen Entfaltungsmöglichkeiten erfahren und die persönlichen
Perspektiven erkennen. Unser Ziel ist es, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach ihren Fähigkeiten und Stärken einzusetzen. Dabei ist besonders wichtig, dass Karrierechancen auch bereichs- und spartenübergreifend bestehen.

Traction: Welche Alleinstellungsmerkmale bietet die BayWa als Arbeitsgeber?

Müller: Die BayWa ist seit jeher eng verbunden mit der Region, in der sie aktiv ist. So sind wir in unserem Kerngebiet im Süden Deutschlands beispielsweise eines der größten Ausbildungsunternehmen. Die Menschen, die für die BayWa arbeiten, kennen die Kunden und deren Bedürfnisse sehr gut und fühlen sich diesen verpflichtet.  Zudem ist die BayWa mehr und mehr in internationalen Märkten erfolgreich, was gerade für junge Menschen attraktive Chancen bietet.

Traction: Wo Sie von Ausbildung sprechen: Wie stehen die Chancen, dass man nach einer Ausbildung oder einem dualen Studium übernommen wird?

Müller: Wenn die Einstellung und die Leistung stimmen, steht einer Übernahme nach der Ausbildung und dem dualen Studium nichts im Weg. Uns ist wichtig, dass wir einen Großteil des Führungs- und Fachkräftenachwuchses selbst ausbilden und dann gezielt weiterentwickeln.

Traction: Ist es auch möglich, neben einem Job bei der BayWa beispielsweise eine Teilerwerbslandwirtschaft zu führen?

Müller: Es gibt eine Reihe von Mitarbeitern, die im Nebenerwerb eine Landwirtschaft betreiben. Dabei ist uns wichtig, dass der Mitarbeiter zuverlässig seiner Beschäftigung nachgehen kann. Je nachdem bieten wir dann ein Teilzeitkonzept an.

Das Interview erschien in der traction-Ausgabe Juli/August 2014.

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