Die Mischung machts – Christina Tepe, AGRAVIS

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Der Regen gibt sein Bestes und in der nassen Luft liegt ein leicht süßlicher Duft. Nein, ich stehe nicht beim Bäcker um die Ecke, sondern bin gerade am Standort der AGRAVIS-Gruppe in Oldenburg angekommen. In einem Teil der großen Hallen auf dem Gelände läuft gerade die Produktion von Crystalyx, dem Ergänzungsfuttermittel aus dem Leckeimer.

Nach einem kleinen Sprint durch den Regen treffe ich im Konferenzraum nun auch die Person, wegen der ich eigentlich hier bin: Christina Tepe, Teilnehmerin am Praktikantenprogramm Grow@AGRAVIS. Die 23-Jährige sitzt mit Jürgen Aumann, dem Geschäftsführer der AGRAVIS Mischfutter Oldenburg/Ostfriesland GmbH, zusammen. Er ist einer ihrer Betreuer und Ansprechpartner während ihres Praktikums.

Viel Kontakt zur Landwirtschaft

Christina Tepe stammt nicht, wie viele andere ihrer Mitstudenten, von einem landwirtschaftlichen Betrieb. Allerdings kommt sie gebürtig aus Bösel, einem kleinen Ort im Landkreis Cloppenburg. Dort hatte ich durch meinen Freundeskreis viel Kontakt zur Landwirtschaft, insbesondere zur Tierhaltung, erklärt sie. In solch einer viehstarken Region ist das natürlich nichts Ungewöhnliches. Nach ihrem Abitur zog sie in die Studentenstadt Göttingen und begann mit ihrem Agrarstudium. Inzwischen steht sie kurz vor dem Bachelorabschluss. In wenigen Wochen beginnt sie mit dem Masterstudium, in dem sie sich auf den Schwerpunkt Nutztierwissenschaften konzentrieren will.

Erfahrungen in Praktika gesammelt

Während der Semesterferien habe ich Praktika sowohl auf einem Schweinebetrieb im geschlossenen System als auch auf einem Milchviehbetrieb gemacht, erzählt die Niedersächsin. Mit dem Stopp bei der AGRAVIS möchte sie zusätzlich  noch Erfahrungen im vor- und nachgelagerten Bereich sammeln. Der Bereich der Tierernährung hat sie schon im Studium stark interessiert, sodass sie sich unter diesem Gesichtspunkt verschiedene Unternehmen und deren Internetpräsenzen angeschaut hat. Bei AGRAVIS habe ich mich gleich willkommen und wohl gefühlt, erzählt sie und zeigt mir einen Ausdruck der Internetseite, in deren Kopf der Slogan: „Studium braucht Praxis. Talent braucht Chancen“ zu lesen ist. Am meisten hat mich die dort beschriebene Vielfalt gereizt. AGRAVIS gibt den Praktikanten im Grow@AGRAVIS-Programm die Möglichkeit, in einem Praktikum von mindestens vier Wochen von der Futtermitteloptimierung über das Qualitätsmanagement bis hin zum Verkauf und der Beratung beim Landwirt alle Bereiche der Futtermittelwirtschaft kennen zu lernen. So bewarb sich Christina Tepe online mit Lebenslauf, Zeugnissen, einem Foto und dem Motivationsschreiben um einen Platz im Praktikantenprogramm. Am Ende überzeugte sie auf dem Papier, im Telefoninterview und schließlich auch im persönlichen Gespräch mit Jürgen Aumann. Die fachliche Kompetenz hat sie durch ihr Studium und die Praktika erworben, erklärt der Geschäftsführer. Seine Entscheidung für die Studentin basierte neben den Qualifikationen auch auf dem Gefühl, ob jemand ins Team passt. Christina machte das Rennen. Auf das Gespräch hat sie sich, wie sie sagt, nicht besonders vorbereitet:  Das Unternehmen kannte ich durch meine Recherchen. Bei Fachfragen habe ich mich auf das Wissen aus dem Studium verlassen. Sie rät allen Bewerbern deshalb, sich zwar mit Informationen über das jeweilige Unternehmen vorzubereiten, aber vor allem man selbst zu bleiben.

Praktikumsplan gibt Struktur#

Ihre knapp drei Monate im Unternehmen wurden für sie mithilfe eines Praktikumplans eingeteilt. Dort ist vermerkt, welche Abteilung Christina Tepe in welchem Zeitraum durchläuft,  welche Termine anstehen und wer ihr jeweiliger Ansprechpartner ist. Die LandTageNord, eine CombiMilk-Schulung oder die Geflügelberatertagung sind nur drei Punkte in Christinas  Praktikumsplan. Jürgen Aumann erklärt: Weder Praktikant noch Unternehmen haben etwas von einem dreiwöchigen Praktikum. Es ist schlichtweg nicht möglich, in dieser kurzen Zeit die ganze Vielfalt und die verschiedenen Arbeitsbereiche der AGRAVIS  kennen zu lernen.

In ihrem Plan gibt es aber noch Lücken. Lücken, die bewusst gelassen werden, um dem Praktikanten die Möglichkeit zu geben, die eigenen Interessen noch weiter zu vertiefen. Darüber hinaus arbeitet die junge Frau während ihrer gesamten Praktikumszeit an einer Marktanalyse für den Bereich Futtermittel der AGRAVIS. Ein solches Projekt bekommt jeder Teilnehmer des Grow@AGRAVIS-Programms. Begeistert hat mich bisher am meisten die Futtermitteloptimierung, sagt die junge Agrarstudentin und grinst in Richtung Jürgen Aumann, der diesen Wink mit dem Zaunpfahl verstanden hat. Leider wurde dieses Thema an der Uni nur stiefmütterlich behandelt. Ich wollte  einfach erfahren, wie  das in der Praxis aussieht. Diese Möglichkeit habe ich hier.

Grow@AGRAVIS Das Praktikantenprogramm

Unter dem Motto Studium braucht Praxis. Talent braucht Chancen. bietet die AGRAVIS-Gruppe Studierenden der Agrarwissenschaften die Möglichkeit, am Praktikantenprogramm Grow@AGRAVIS teilzunehmen. Studenten können dabei das gesamte Spektrum der modernen Futtermittelindustrie in der Praxis erleben. Das Programm ist speziell auf die Inhalte der Rinder-, Schweine- oder Geflügelfütterung ausgelegt. Teilnehmer lernen die Aufgaben rund um die Mischfutterproduktion kennen – von der Produktentwicklung bis zur Auslieferung der Ware.
Für jeden Teilnehmer wird ein individueller Praktikumsplan erstellt. Dieser soll sicherstellen, dass Praktikanten einen möglichst umfassenden Überblick bekommen und zusätzlich eigene Interessen vertiefen können. Mögliche Einsatzbereiche des Praktikums sind: Qualitätsmanagement, Warenwirtschaft, Optimierung, Beratung und Verkauf im Innen- und Außendienst, Produktionsmanagement und -technik sowie die Disposition.
Das Praktikum dauert mindestens vier Wochen und findet in den Semesterferien statt. Einsatzorte sind die AGRAVIS-Standorte Dormagen, Münster, Lingen, Malchin, Oldenburg, Bremerhaven, Braunschweig, Minden oder Seitschen.
Wer Interesse hat, kann sich unter www.karriere.agravis.de bewerben. Als Ansprechpartner steht zudem Thilo Rupprecht unter Tel. 0251/682-2280 zur Verfügung.

Anneke Struck, dlz karriere

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