Nachwuchskräfte sind begehrt

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Hannover Auf der weltgrößten Agrarmesse Mitte November in Hannover konnten junge Besucher nicht nur den Stand des neuen Jobportals agrajo bestaunen, es wurde auch auf der Bühne des Deutschen Landwirtschaftsverlags (DLV) intensiv über Karriereaussichten für junge Studenten diskutiert. Hochkarätige Personalentscheider aus der Agrarbranche bestätigten bei zwei Expertengesprächen mit dlz-Chefredakteur Detlef Steinert und agarmanger-Chefredakteur Uwe Steffin, dass gut ausgebildete Absolventen unbedingt gebraucht werden.

Praxis und Fachwissen – beides entscheidend

Einer der erfolgreichsten Wege für Studenten das passende Unternehmen zu finden, ist schon während des Studiums, ein Praktikum bei einem potenziellen  Arbeitgeber zu absolvieren, sagte Personalberater Thomas Danz von der Martens & Partner Personalberatung GmbH. Lars Heier, Marketingleiter bei der Firma Lemken GmbH & Co KG, ergänzte dazu, dass in seinem Unternehmen auch die Möglichkeit bestünde, ein duales Ausbildungssystem zu absolvieren. Das heißt: Studium und Beruf im Unternehmen zur selben Zeit.

Gerhard Springs, Personalmanagementleiter von Horsch Maschinen GmbH, erklärte dem Publikum, welchen Typus von Arbeitnehmer in seinem Unternehmen verstärkt gesucht wird: Er muss in seinem Fachbereich fundierte Erkenntnisse mitbringen und das am besten noch kombiniert mit praktischen Erfahrungen, die er im Idealfall auf dem elterlichen Betrieb sammeln konnte. Außerdem sei die Offenheit für neue Themen auch ein sehr wichtiges Einstellungskriterium.

Sehr beliebt: Internationale Jobs

Bei der zweiten Expertenrunde auf der DLV-Bühne wurde deutlich, dass junge Studenten immer mehr an internationalen Karrierechancen interessiert sind. Andrea Helbig, verantwortlich für Talentmanagement bei Fendt, hatte an dieser Stelle den jungen Zuschauern einiges zu bieten. Eine zweijährige Traineestelle beim Landmaschinenhersteller sieht nämlich vor, innerhalb der Ausbildungszeit an mehreren internationalen Standorten zu arbeiten. Und nach der Ausbildung geht es dann international weiter.

Auch Christopher Claas, verantwortlich für Personalwesen bei der ClaasVetriebs GmbH, verwies auf die Möglichkeit in seinem Unternehmen im Ausland tätig zu sein. So gebe es zwischen den Standorten einen regelmäßigen Personalaustausch, um die einzelnen Standorte besser kennenzulernen.

Hobbies sind mehr als Lesen und Reisen

Doch um einen begehrten Job auszuüben, müssen Studenten sich erst einmal bewerben, um in die engere Auswahl zu kommen. Bernard Krone, Geschäftsführer des Landmaschinenherstellers Bernard Krone Holding GmbH und Co. KG, achtet dabei nicht nur auf die Noten. Mir ist es sehr wichtig, dass sich Bewerber auch ehrenamtlich engagieren. Zudem sei ihm bei einer Bewerbung wichtig, dass unter Hobbies nicht nur Reisen und Lesen stünden, sondern dass man erfährt, was der Bewerber wirklich in seiner Freizeit macht. Dazu gehöre dann eben auch das Engagement in der Landjugend oder einer anderen Organisation.

Martin Grob, Marketingleiter bei Same Deutz Fahr GmbH, unterstrich in der Podiumsdiskussion, wie wichtig es sei, dass Neueinsteiger Leidenschaft für ihre Aufgabe mitbringen und auch nicht den Spaß anihrer Arbeit vergessen. Damit macht man es sich selbst leichter und man kommt viel schneller zum Erfolg.

Rouven Zietz – Redaktion joule

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