Studienfinanzierung

Kuh-Studienfinanzierung

Allerdings hängen die Kosten stark vom Studienstandort ab. Studieren in Hamburg oder München ist generell teurer als zum Beispiel in Leipzig oder Chemnitz. Daher ist es ratsam, sich vor Studienantritt erst einmal Gedanken über eine Studienfinanzierung zu machen.

Möglichkeiten der Studienfinanzierung

Du fragst Dich, wie Du die Kosten, die im Studium auf Dich zukommen, decken kannst? Hier findest Du verschiedene Möglichkeiten der Studienfinanzierung:

Eltern

Ein sehr großer Teil, laut der 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks ca. 86 % aller Studierenden, lässt sich von seinen Eltern finanziell unter die Arme greifen. Rein rechtlich sind Eltern volljähriger Kinder in einem gewissen Maß dazu verpflichtet ihre Kinder bis zum Ende des ersten berufsqualifizierenden Abschlusses zu unterstützen. Sprich am besten offen mit Deinen Eltern darüber, welche finanziellen Möglichkeiten sie haben. Damit Du weißt, ob und in welcher Form sie Dich unterstützen können und möchten. Studieren heißt auch ein Stück weit unabhängig und selbstständig zu werden. Somit solltest Du Dich auch fragen, in weit Du Dich überhaupt von Deinen Eltern unterstützen lassen willst.

Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG)

Das BAföG ist die staatliche Basisfinanzierung für Studierende und Auszubildende. Hiermit soll gewährleistet werden, dass auch Kinder von Familien, die eine Studien- oder Ausbildungsfinanzierung nicht alleine stemmen können, studieren oder sich ausbilden lassen können.
Über die Höhe der Förderung wird im Einzelfall entschieden. In den meisten Fällen hängt dies von der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Eltern ab. Es gibt aber auch die Möglichkeit einer elternunabhängigen Förderung.
Sobald der Anspruch auf BAföG genehmigt ist, wird der Darlehensbetrag normalerweise jeweils zur Hälfte als Zuschuss und als zinsloses Darlehen für einen durch das Gesetz festgelegten Zeitraum gewährt.

Stipendien

Ein Stipendium ist als Studienfinanzierung in erster Linie sehr reizvoll, da Du – im Gegensatz zum BAföG – den Förderungsbetrag nicht wieder zurückzahlen musst. Der jeweilige Stipendiengeber legt Vergabebedingungen fest, die Du erfüllen musst. Dies können soziale, religiöse oder politische Kriterien, oder auch gute schulische oder sportliche Leistungen sein.
Du profitierst letztendlich aber nicht nur finanziell. Neben der positiven Auswirkung auf Deinen Lebenslauf, bekommst Du Zugang zu einem ideellen Förderkreis (Alumni), der Dich individuell unterstützt. Am Ende Deines Stipendiums kannst Du sogar Teil dieses Netzwerkes werden und später auch andere Stipendiaten unterstützen.

Bildungsfonds

Durch einen Bildungsfonds werden ausgewählte Studierende vermögensunabhängig mit regelmäßigen Festbeträgen unterstützt. So kannst Du Deinen Fokus ganz auf das Studieren selbst legen und nicht auf die Studienfinanzierung. Bewerben um einen Bildungsfond kannst Du Dich zum Beispiel auf bildungsfonds.de.
Finanziert werden diese Bildungsfonds durch unterschiedliche Förderer wie Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen, aber auch von Bildungsträgern wie Hochschulen.
Der Bildungsfond muss nach abgeschlossener Ausbildung und dem erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben nicht sofort zurückgezahlt werden. Durch die Rückzahlung bezuschusst Du ebenfalls einen Bildungsfond über einen gewissen Zeitraum und unterstützt somit wieder andere Studierende.

Studienkredite

Das Angebot an Krediten für die Studienfinanzierung ist groß und vielfältig. Für die Beurteilung einer Kreditlösung sollten für Dich, neben der Zinsvereinbarung, auch der Rückzahlungsbeginn, die Rückzahlungsdauer, die Kredithöhe und die Auszahlungsperiode eine Rolle spielen.
In der Regel bekommst Du bei einem Studienkredit die Beträge monatlich über einen gewissen Zeitraum ausgezahlt. Der Kreditgeber, zum Beispiel Deine Hausbank oder die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), bietet Dir entweder einen Festzins über die gesamte Kreditlaufzeit oder einen variablen Zinssatz an.
Auch die Tilgung leistest Du entweder über festvereinbarte oder über einkommensabhängige Raten ab. Hier solltest Du auf jeden Fall darauf achten, dass die finanzielle Belastung gerade in den ersten Berufsjahren nicht zu hoch ist.

Nebenjobs

Viele Studierende wählen einen Nebenjobs als Studienfinanzierung. Idealerweise findet sich ein Job aus dem Bereich der Studienrichtung, z. B. eine Werkstudententätigkeit. Oftmals üben Studentinnen oder Studenten branchenfremde Nebenjobs aus. Beliebte Stellen sind hier Aushilfsjobs, beispielsweise in der Gastronomie oder im Kino. Natürlich solltest Du die Arbeitszeiten auf Deinen Vorlesungsplan abstimmen, sodass Deine Haupttätigkeit, das Studieren, nicht eingeschränkt wird. Mit einem Nebenjob finanzierst Du Dein Studium aus eigener Kraft.

In der Realität ist eine Studienfinanzierung oft eine Kombination aus verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten. Die richtige Zusammenstellung für Dich und Deine Studienzeit bestimmst Du selbst!

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