Studieren im Bereich Holz

Organisch, natürlich, warm: Holz. Jeder verbindet etwas mit Holz. Ein Rohstoff, an dem keiner vorbeikommt. Wir zeigen dir, warum ein Studium im Bereich Holz eine gute Idee ist.

Holz ist dein Ding? Der spezielle Geruch von Holz löst ein gutes Gefühl bei dir aus? Du arbeitest gerne mit dem Rohstoff Holz? Warum dann nicht ein Studium im Bereich Holz anstreben?


Zusammenfassung


Aktuell leben viele Menschen bewusster, achten auf sich und ihr Leben. Da gewinnt auch der Rohstoff Holz an Bedeutung – sei es in der Baubranche oder auch in der Modeherstellung. Holz ist leicht zu verarbeiten, nachwachsend, heimisch und ressourcenschonend: Ideal zur Herstellung innovativer Produkte.

Welche Studiengänge gibt es?

Das Studienangebot im Bereich Holz ist groß und vielfältig. Wir haben dir mal ein paar aufgelistet:

  • Holztechnik
  • Holzingenieurwesen
  • Holzbau und Energieeffizienz
  • Holzbau und Ausbau
  • Holzwirtschaft
  • Holz und Bioenergie
  • Bau- und Holztechnik
  • Holztechnologie und Holzbau
  • Holz- und Naturfasertechnologie

Eines haben alle Studiengänge gemeinsam: Im Mittelpunkt steht das Holz. Daher ähneln sich alle Studiengänge in den Grundlagen, fokussieren sich dann aber im weiteren Studienverlauf unterschiedlich. Während zum Beispiel einige Studiengänge technischer ausgelegt sind, beschäftigst du dich in anderen mehr mit dem Thema „Nachhaltigkeit“ und der Energiefrage. Hier bist du eindeutig mit deinen Interessen und Stärken gefragt.

Möchtest du mehr über die Arbeit mit Holz erfahren? Dich interessiert, wie und mit welchen Maschinen du Holz am besten bearbeitest und verarbeitest? Dann sind zum Beispiel die Studiengänge Holztechnik, Holzingenieurwesen oder Holzbau das Richtige.

Holzszudentin im Uni-Werkraum
Ein Studium im Bereich Holz ist keinesfalls reine Theorie. In praktischen Projekten arbeitest du selbst mit dem Rohstoff. ©Seventyfour; Adobestock

Der Studiengang Holz- und Bioenergie zielt auf Nachhaltigkeit und das Nutzen des Rohstoffes als Energielieferant ab. Hier bist du gut aufgehoben, wenn dir die Natur keinesfalls egal ist und du dich für Umweltschutz und das Nutzen regenerativer Energieträger interessierst.

Was kommt im Studium auf dich zu?

Holzstudiengänge werden sowohl als Vollstudiengang sowie als Teilstudiengang (Nebenfach), angeboten. In einem Bachelorstudiengang im Bereich Holz beträgt die Regelstudienzeit 6 oder 7 Semester. Das Studium setzt sich aus Pflichtmodulen und Wahlpflichtmodulen zusammen. Das bedeutet, dass du zwar einen gewissen Teil der Module verpflichtend belegen musst. Du hast aber ebenso die Möglichkeit je nach Schwerpunkt oder persönlichem Interesse, einen Teil der Module frei zu wählen.

Die Studieninhalte sind in jedem Studiengang und je nach Hochschule etwas anders. Allgemein beschäftigst du dich mit der Planung und Fertigung von Holzbauten wie Gebäuden oder Brücken oder mit der Entwicklung und Konstruktion von Einrichtungsstücken.

Zu Beginn des Studiums werden Grundlagen vermittelt und die ersten Fachkenntnisse erlangt. Hier kommen beispiesweise Module wie Bauphysik, Bauchemie, Werkstoffkunde. Du wirst schnell merken, welche Themen dir Spaß machen und mit welchen Bereichen du dich gerne näher beschäftigen würdest.


Häufig hast du dann die Möglichkeit, dich nach den ersten Grundlagen mit einer Schwerpunktwahl zu spezialisieren. Hier wird dein Fachwissen dann gezielt vertieft und mit praktischen Studieninhalten ergänzt.

In diesem Studienabschnitt warten Module wie Statik, Gebäudetechnik, Planung und Fertigungstechnik oder Entwicklung und Konstruktion von Einrichtungsstücken auf dich. Daneben erhältst du Kenntnisse in Betriebsführung und Unternehmensplanung.

Alles in Allem ist das ist die beste Vorbereitung für das Praxissemester.

Praktisches Studiensemester

Im Praxissemester kannst du ein ganzes Semester lang einen Eindruck von deinem späteren Berufsleben erlangen. Du knüpfst die ersten beruflichen Kontakte und kannst dein bereits erworbenes Wissen direkt anwenden. Für viele Studenten ist das Praxissemester ein Highlight ihres Studiums.

Du kannst direkt sehen, was beruflich mit diesem Studium möglich ist. Wenn es dir bei deinem Praxisunternehmen gefällt, kannst du das Praxissemester auch gleich nutzen, um einen Fuß bei einem zukünftigen Arbeitgeber in die Türe zu setzen. Viele Unternehmen freuen sich, wenn du die Praktikumszeit bei ihnen beispielsweise als Werkstudent fortsetzt.

Abschlussarbeit

Mit der Bachelorarbeit schließt du das Studium ab. Hier bearbeitest du eine praxisbezogene Themenstellung. Durch das Praxissemester konntest du schon die ersten Kontakte in die Berufswelt knüpfen. Jetzt kannst du dir überlegen, die Bachelorarbeit mit einem Unternehmen zusammen durchzuführen. Hier eignen sich beispielsweise Holzbaufirmen, Möbelhersteller oder Ingenieurbüros.

Professor erklärt zwei Studenten die Arbeit an einer Maschine.
Es ist nicht nur wichtig, genau über den Rohstoff Bescheid zu wissen, sondern auch wie du ihn am besten bearbeiten kannst und was du daraus fertigen kannst. ©Gilles ARROYO; Adobestock

Was zeichnet einen Holz-Studiengang aus?

Generell verbindet ein Studiengang im Bereich Holz Theorie und Praxis. Neben den rein theoretischen Vorlesungen gibt es viele Praktika, Projekte, Exkursionen und ein Praxissemester. Durch diese praktischen Studienelemente werden deine theoretischen Kenntnisse gefestigt und mit „Leben“ gefüllt.

Du kannst sofort sehen, wie die Lehrinhalte in der Praxis angewendet werden und welche Bereiche dich interessieren oder welche dir liegen. Gleichzeitig sammelst du praktische Erfahrungen, die dir vor allem in deinem späteren Berufsleben nützlich sein werden.

Gibt es aufbauende Studiengänge?

Du hast noch nicht genug vom Holz und möchtest noch tiefer in die Thematik einsteigen? Gar kein Problem. Natürlich hast du auch im Bereich Holz die Möglichkeit, den Masterabschluss zu erlangen und dein Fachwissen zu vertiefen. Durch einen Masterstudiengang kannst du dich nochmal mehr in eine bestimmte Fachrichtung entwickeln und deine Berufschancen nochmals steigern.

Einige Masterstudiengänge lassen sich gut mit einem Berufseinstieg kombinieren, da sie berufsbegleitend sind. So hast du die Möglichkeit, im Berufsleben Fuß zu fassen, bereits Geld zu verdienen und musst trotzdem nicht auf deine Weiterbildung verzichten.

Weitere naturnahe Studiengänge sind Forstwirtschaft oder Umweltingenieurwesen. Die sind auf jeden Fall auch interessant für dich!


Wie sehen die beruflichen Möglichkeiten aus?

So vielseitig wie die Studiengänge im Bereich Holz sind, so sind auch die Berufschancen. Je nachdem, welches Gebiet dich mehr interessiert, in welchem Bereich du dich wohler fühlst bzw. du deine Stärken siehst oder dich mehr spezialisiert hast, dort solltest du auch deinen Job suchen.

In folgenden Bereichen kannst du mit einem Studium aus dem Bereich Holz beispielsweise arbeiten:

  • Fertighausbau
  • Holzrahmen
  • Ingenieurholzbau
  • Möbel- oder Innenausbau
  • Fertigungs- und Qualitätsmanagement

Ist Studieren nicht deins? Gar kein Thema. Es gibt spannende Ausbildungberufe in der grünen Branche. Schau dir mal die Berufsbilder Gärtner und Forstwirt an.

Den richtigen Job im Bereich Holz findest du auf unserem Jobportal. Viel Erfolg im Beruf wünscht dir agrajo!

Autor: Dagmar Pfeiffer

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