Was macht eine Hauswirtschafterin?

Employer Branding 03

Zusammenfassung


Tätigkeiten und Aufgaben

„Das bisschen Haushalt macht sich von allein, sagt mein Mann“ – eben nicht! Und da kommen die Hauswirtschafterinnen ins Spiel. Zu den typischen Aufgaben gehört natürlich den Haushalt zu schmeißen. Wäsche waschen, kochen, einkaufen und putzen übernimmst du als Hauswirtschafterin dann für andere.

Aber das ist nicht alles. Auch kaufmännische Angelegenheiten gehören zu diesem Beruf. Du musst z.Bsp. Haushaltspläne erstellen, die das monatliche Budget nicht übersteigen.

Bei Senioren oder Menschen mit Behinderung ist deine Aufgabe, sie zu waschen, anzukleiden und beim Gang zur Toilette zu unterstützen. Es gibt in diesem Beruf also durchaus Überschneidungen zur Pflegerin.


Steckbrief Berufsbild Hauswirtschafterin

Berufstyp:staatlich anerkannter Ausbildungsberuf
Ausbildungsart:Duale oder schulische Ausbildung möglich
Ausbildungsdauer:3 Jahre
Lernorte:Ausbildungsbetrieb und Berufsschule
Vergütung: ca. 600-630 Euro im ersten Lehrjahr bis max. 720 Euro im dritten Lehrjahr

So sieht dein Arbeitsplatz aus

Du hast verschiedene Möglichkeiten, als Hauswirtschafterin zu arbeiten. Neben privaten Haushalten, kannst du auch in folgenden Betrieben Arbeit finden:

  • in Wohn-, Betreuungs- und Pflegeeinrichtungen.
  • bei ambulanten sozialen Dienstleistern.
  • in Erholungsheimen und Jugendherbergen.
  • in Kindertagesstätten.
  • in Tagungs- und Bildungshäusern.
  • in Krankenhäusern, Kur- und Reha-Kliniken.
  • in Betrieben der Gastronomie und Hotellerie.
  • in landwirtschaftlichen Betrieben.
Ein Herz für die Hauswirtschafterinnen. Diese erleichtern das Leben bedürftiger Menschen sehr.

Voraussetzungen – was solltest du mitbringen?

Um Hauswirtschafterin werden zu können, wird von dir mindestens ein Hauptschulabschluss verlangt. Dir sollte der Umgang mit Menschen Freude bereiten und du solltest ein freundliches Auftreten haben. Zudem ist ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein gefragt. Sorgfältiges Arbeiten ist das A und O in diesem Beruf.

Ausbildung zur Hauswirtschafterin

Hauswirtschafterin ist ein klassischer Ausbildungsberuf. In der Regel wird dieser von Mädchen oder Frauen ausgeübt. Schulische Voraussetzung gibt es für die Ausbildung zur Hauswirtschafterin nicht. Allerdings setzen viele Betriebe einen erfolgreichen Hauptschulabschluss voraus.

Die Ausbildungszeit dauert in der Regel drei Jahre. Davon ist das erste Jahr das sogenannte Berufsgrundschuljahr (BGJ). Wenn Du derzeit bereits eine Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung besuchst, wird Dir die 10. Klasse als BGJ angerechnet. So kannst du die Ausbildung auf zwei Jahre verkürzen. Generell wird das BGJ in zwei Formen angeboten:

  • BGJ s: Hier lernst du in einem Jahr Vollzeitunterricht die wichtigsten, theoretischen Berufsgrundlagen. Du hast also die Möglichkeit, die Ausbildung auch erst einmal ohne Ausbildungsbetrieb zu starten.
  • BGJ k: Du schließt bereits vor Beginn Deines BGJ einen Ausbildungsvertrag mit einem Betrieb ab. Die praktische Ausbildung wird durch das theoretische Wissen aus der Berufsschule ergänzt. Der Unterricht findet je nach Ausbildungsstätte einmal pro Woche oder im Blockunterricht statt.

Auch bei deinem weiteren Ausbildungsweg im 2. und 3. Lehrjahr hast Du die Wahl zwischen der dualen oder der rein schulischen Form:

Betriebliche Ausbildung

  • Praktische Ausbildung im Ausbildungsbetrieb
  • Berufsschulunterricht: Wöchentlich oder im Blockunterricht
  • Wechsel des Ausbildungsbetriebes nach einem Jahr möglich

Schulische Ausbildung

  • Vollzeitunterricht an einer Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung
  • Praxiserfahrung durch diverse Praktika in unterschiedlichen Haushalten
  • Wechsel in die betriebliche Ausbildung möglich

Hier kannst du beispielsweise deine Ausbildungsschule finden:

Weil du selbst entscheiden kannst, welche Art der Ausbildung für dich am besten ist, bleibt für dich lediglich die Herausforderung, eine geeignete Ausbildungsstätte zu finden. Diese sollte genau die Ausbildungsform anbieten, für die du dich entscheidest.

Dabei bieten dir die jeweiligen Bundesländer unterschiedliche Hilfestellungen bei der Ausbildung zur Hauswirtschafterin an.

Während deiner Ausbildung zur Hauswirtschafterin erlernst du unter anderem alles über:

  • Gesunde und ausgewogene Ernährung.
  • Sinnvolle Vorratshaltung.
  • Richtige Verarbeitung von Lebensmitteln.
  • Zubereitung und Kochen vollwertiger Speisen.
  • Reinigung und Pflege verschiedener Textilien.
  • Gestaltung und Pflege von Wohnräumen und dem Hausgarten.
  • Organisation des AlltagsZeit– und Finanzplanung.
Kochen gehört zu den wichtigsten Aufgaben einer Hauswirtschafterin.

Gehalt als Hauswirtschafterin

Die Ausbildungsvergütung ist immer Abhängig vom Ausbildungsbetrieb und auch Bundesland. Zudem kannst du nur in der praktischen Ausbildung mit einer Vergütung rechnen. Die schulische Ausbildung wird in der Regel nicht vergütet.

Durchschnittlich kannst du in einer praktischen Ausbildung mit folgendem Gehalt rechnen.

  • Erstes Ausbildungsjahr: 600 – 630 Euro
  • Zweites Ausbildungsjahr: 650 – 660 Euro
  • Drittes Ausbildungsjahr: 710 – 720 Euro

Als ausgelernte Hauswirtschafterin kannst du mit einem Einstiegsgehalt von 1.400 bis 2.000 Euro brutto rechnen. Mit steigender Berufserfahrung, steigt natürlich auch das Gehalt.
Aber auch hier gilt, dass sind nur Durchschnittswerte. Je nach Betriebsart und -größe kann dein monatliches brutto Gehalt höher liegen.  

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Du möchtest auf jeden Fall in privaten Haushalten arbeiten? Dann schau doch mal in das Berufsbild Haus- und Familienpflegerin rein.

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Autor: agrajo-Redaktion
Quelle: Berufsinformationszentrum der Bundesagentur für Arbeit

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