Was macht ein Tierpfleger?

Du liebst Tiere und engagierst dich schon im Tierschutzverein? Du packst außerdem gern mit an und hast kein Problem mit dem Frühaufstehen? Dann könnte eine Ausbildung zum Tierpfleger genau das Richtige für dich sein. Hier erfährst du alles rund um den beliebten Ausbildungsberuf!


Zusammenfassung

  • Tätigkeiten und Aufgaben eines Tierpflegers
  • Steckbrief Berufsbild Tierpfleger
  • Wo arbeitet man?
  • Was setzt der Beruf voraus?
  • Ausbildungsablauf
  • Gehalt
  • Weiterbildungsmöglichkeiten

Welche Aufgaben hat ein Tierpfleger?

Als Tierpfleger betreust du Tiere in Zoos, Naturparks, Tierkliniken, Tierheimen und Zuchtbetrieben. Dazu zählt natürlich auch das Füttern und Streicheln der Tiere, aber auch unangenehme Tätigkeiten wie das Beseitigen von deren Exkrementen. In der Ausbildung lernst du zudem alles über Verhalten, Ernährung, Zucht, Pflege und Anatomie von Tieren.

Dabei lernst du die verschiedensten Tierarten kennen, von der Heuschrecke über exotische Fische bis hin zu Wölfen oder Greifvögeln. Um die Tiere ausreichend zu beschäftigen, lässt du sie z.B. ihr Futter selbst suchen oder sogar jagen. Außerdem stehst du den Besuchern der Zoos für Fragen zur Verfügung.

Steckbrief Berufsbild Tierpfleger

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
Ausbildungsartduale Ausbildung in Industrie und Handel
LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule
Ausbildungsdauer3 Jahre
Ausbildungsgehalt1.018 € (1. Ausbildungsjahr) bis 1.114 € (3. Ausbildungsjahr)

Wo arbeitet man?

Als Tierpfleger findest du hauptsächlich Beschäftigung in:

  • zoologischen Gärten
  • Naturparks
  • Tier- bzw. Wildgehegen
  • bei Betriebern von Aquarien und Terrarien
  • Tierheimen
  • Tierkliniken
  • Zuchtbetrieben

Den Großteil deiner Arbeitszeit verbringst du dann in:

  • Freigehegen
  • geschlossenen Tierunterkünften
  • Futterküchen
  • Brutstationen
agrajo.com Tierpfleger Nashorn

Die Voraussetzungen, um Tierpfleger zu werden

Tierpfleger ist unter jungen Leuten ein sehr beliebter Ausbildungsberuf. Deshalb kommen jedes Jahr viel mehr Bewerber auf die zu vergebenden Ausbildungsplätze. Kein Wunder, wer möchte nicht mit süßen Robbenbabies arbeiten? Doch Tierliebe allein reicht nicht, um einen der begehrten Ausbildungsplätze zu ergattern.

Das solltest du mitbringen:

  • Erfahrung im Umgang mit Tieren
  • Einfühlungsvermögen
  • Keine Panik vor Blut oder Exkrementen von Tieren
  • Du bist aktiv und arbeitest gerne draußen, bist körperlich robust
  • Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein
  • Kommunikationstalent
  • Handwerkliches Geschick
  • Zuverlässigkeit

Als Bildungsabschluss wünschen sich die meisten Betriebe einen mittleren Bildungsabschluss oder die allgemeine Hochschulreife. Gute Noten in den Schulfächern Biologie, Mathematik und Deutsch sind auch von Vorteil.


Blut und Exkremente von Tieren sollten dir nichts ausmachen.


So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung zum Tierpfleger dauert drei Jahre, erfolgt dual im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule und ist durch die Ausbildungsverordnung von Industrie und Handel geregelt.

In deinem Ausbildungsbetrieb lernst du die Organisation und Abläufe des Betriebs genau kennen. Viele Aufgaben von Tierpflegern sind praktisch orientiert, du lernst wie du Futter zubereitest und die Gehege reinigst. Bei schwierigeren Aufgaben, wie z.B. der Geburtsvorbereitung einer trächtigen Shetland-Stute darfst du zusehen oder assistieren.

Das sind die typischen Lehrinhalte in der Berufsschule während der Ausbildung:

  • Pflege, Haltung und Versorgung von Tieren
  • Biologie
  • Krankheitslehre
  • Einrichten, Reinigen und Desinfizieren
  • Anatomie
  • Taxonomie (Klassifizierung der Tierarten)
  • Forschung
  • Deutsch, Wirtschafts- und Soziallehre

Ab dem dritten Jahr deiner Ausbildung spezialisierst du dich auf deine gewählte Fachrichtung. Diese sind:

  • Tierpfleger Fachrichtung Forschung und Klinik
  • Tierpfleger Fachrichtung Zoo
  • Tierpfleger Fachrichtung Tierheim und Tierpension

Das Tierpfleger-Gehalt

Während deiner Ausbildung bekommst du im öffentlichen Dienst eine überdurchschnittliche Vergütung von 1.018 € (1. Ausbildungsjahr) bis 1.114 € (3. Ausbildungsjahr) im Monat. Nach der Ausbildung steigst du mit einem Gehalt von rund 2.200 € brutto je Monat ein. Mit der Berufserfahrung klettert auch der Lohn auf bis zu 2.800 € im Monat. Wie auch die Ausbildungsplätze sind die Stellen für Tierpfleger heiß begehrt und deshalb begrenzt.

agrajo.com Tierpfleger Ausbildung Erdmännchen
Die Gehege der verschiedenen Tierarten müssen gepflegt und gereinigt werden.

Weiterbildungsmöglichkeiten nach der Ausbildung

Wem die Ausbildung nicht reicht, der kann sein Wissen durch ein Studium vertiefen. Das sind die passenden Studiengänge zur Ausbildung:

Folgende Weiterbildungen und Ausbildungen ähneln dem Berufsbild des Tierpflegers:

Du liebst Tiere und erfüllst die Voraussetzungen, Tierpfleger zu werden? Dann bewirb dich für einen spannenden Beruf voller Abwechslung und Herausforderungen.

Weitere Informationen findest du unter: Berufenet – Berufsinformationszentrum der Bundesagentur für Arbeit (BIZ)

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Autor: Maya Rychlik
Quelle: Berufsinformationszentrum der Bundesagentur für Arbeit (BIZ)
Bildquellen: Adobestock, pixabay.com

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