Der erste Arbeitstag: Hinweise für den Jobbeginn

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Zusammenfassung


Darum ist ein positiver Eindruck am ersten Arbeitstag wichtig

Erster Arbeitstag und du bist sehr nervös? Das ist völlig normal. Halte dir vor Augen, dass du bereits ein Assessment Center oder das Vorstellungsgespräch erfolgreich gemeisterst hast. Die meisten Kollegen freuen sich auf neue Kollegen.

Sei neugierig und offen, aber nicht penetrant. Ein erster positiver Eindruck am ersten Arbeitstag ist sehr wichtig: So schaffst du ein gutes Fundament für die Zusammenarbeit.

Sofort einen guten Eindruck hinterlassen

Mit dem erster Arbeitstag beginnt die Probezeit: Hier kannst du dich direkt in ein gutes Licht rücken oder in Fettnäpfchen treten.

Hier sind unsere 9 Tipps für einen guten ersten Eindruck am ersten Arbeitstag:

  1. Positive und offene Grundeinstellung: eine positive und offene Grundhaltung zahlt sich meist aus und wirkt sich positiv auf dein Gegenüber aus.
  2. Informiere dich rechtzeitig über den Dresscode: hier unterscheiden sich die Branchen und Unternehmen voneinander. Aber auch die Stellenbezeichnung hat einen Einfluss darauf, wie du dich künftig kleiden solltest. Von einem Finanzassistent wird oft Business-Kleidung erwartet, Contentmanager können auch legerer zur Arbeit kommen. Wenn du unsicher bist, frage im Unternehmen lieber noch einmal nach.
  3. Sei pünktlich: Mit Pünktlichkeit signalisierst du deinem Chef oder deiner Chefin, dass er oder sie sich auf dich verlassen kann. Stehe also lieber etwas früher auf und plane etwas mehr Zeit für die Anfahrt ein. So kannst du ganz ohne Stress in deinen ersten Arbeitstag starten.
  4. Vorstellung bei den Kollegen: Überlege dir schon vor der Vorstellungsrunde, was du deinen neuen Kollegen kurz und prägnant über dich erzählen möchtest.
  5. Wichtige Unterlagen: dazu gehören z. Bsp. der unterschriebene Arbeitsvertrag, die Steuer-ID, die Sozialversicherungsnummer, deine Bankverbindung, ein Foto von dir und die Krankenkassenbescheinigung. Natürlich wird nicht jeder Arbeitgeber all diese Unterlagen am ersten Tag von dir verlangen. Es ist aber besser, zu viel dabei zu haben als zu wenig. Auch hier kannst du im Unternehmen nachfragen, welche Unterlagen du mitnehmen sollst.
  6. Kenne deinen Arbeitgeber: Informiere dich über dein künftiges Unternehmen. Das solltest du meist schon vor dem Vorstellungsgespräch, es zeigt aber, dass du dich ausführlich mit deinem neuen Arbeitgeber auseinandergesetzt hast. Schaue dazu auf die Homepage des Unternehmens und informiere dich hier über deine neuen Kollegen. Mit diesem Wissen kannst du später bei deinen Kollegen oder Chef punkten.
  7. Zeige Interesse: Hast du bereits am ersten Tag Fragen, gehe auf deine Kollegen zu. Falls du noch nichts zu tun haben solltest, biete den Kollegen deine Unterstützung an. So beweist du Interesse und Eigeninitiative.
  8. Duzen oder Siezen? Bist du dir über die Ansprache nicht sicher, bleibe lieber beim förmlichen „Sie“. In der Vorstellungsrunde bekommst du meist ein gutes Gefühl, welche Anrede die passende ist. Stellt sich ein Kollege mit Vornamen vor, kannst du meist zum „Du“ übergehen.
  9. Keine Fehler verstecken: gerade in der Einarbeitungszeit passieren Fehler, das ist ganz normal. Versuche nicht aus Angst, diese zu verstecken, sondern sprich sie offen an. Nur so kannst du für das nächste Mal aus diesen Fehlern lernen.

Die richtige Kleidung für den ersten Arbeitstag

In vielen Berufsfeldern ist klar geregelt, welche Kleidung die Mitarbeiter tragen, ob am ersten Arbeitstag oder nach 30 Jahren im gleichen Unternehmen. Wenn Sie in einer Branche arbeiten, wo es keinen Dresscode gibt, tritt am ersten Arbeitstag nicht in einem extravaganten Outfit an.

Achte auf saubere Schuhe und nicht zu schrille Farben. Natürlich solltest du dich am ersten Arbeitstag in deiner Kleidung wohlfühlen. Sicherheitshalber kannst du bei deinem Unternehmen vorab fragen, welche Kleidung am ersten Arbeitstag angemessen ist. Danach kannst du anhand des Kleidungsstils deiner Kollegen selber entscheiden, was du zur Arbeit anziehen willst.

Eleganter Anzug
Achte auf saubere Schuhe und nicht zu schrille Farben an deinem ersten Arbeitstag. ©nagaets/ Adobe Stock

Fehler, die du an deinem ersten Arbeitstag vermeiden solltest

Natürlich gibt es auch Fettnäpfchen, in die du am ersten Arbeitstag treten kannst.

Folgende Fehler solltest du, wenn möglich, vermeiden:

  • Destruktive Kritik: Übernimm am ersten Tag eher die Rolle des Zuhörers. Anregungen und Verbesserungsvorschläge können schnell zu einem negativen Eindruck führen.
  • Lästereien: Lasse dich lieber nicht in Lästereien oder bestehende Konflikte verstricken, halte dich strickt raus und gehe nicht darauf ein. Sonst könnte dein Start unangenehm werden.
  • Das Thema Gehalt, Arbeitszeit und Urlaub: Vermeide am besten Fragen, die das Gehalt, die Arbeitszeit und den Urlaub betreffen. Dafür ist meist später der passendere Zeitpunkt.
Junger, verängstigter Geschäftsmann wird von Kollegen zurechtgewiesen
Es gibt viele Fettnäpfchen, in die du an deinem ersten Arbeitstag treten kannst. Wir sagen dir, welche das sind. ©fizkes/ Adobe Stock

  • Keine Notizen machen: die Informationsflut am ersten Arbeitstag ist natürlich immens und wenige Menschen können alles davon behalten. Versuche aber, dir so viel wie möglich zu merken. Mache dir Notizen, lieber zu viele als zu wenige. So vermeidest du unangenehmes Nachfragen.
  • Nicht Nachfragen: Hast du eine Aufgabe erledigt, oder gerade nichts zu tun, gehe aktiv auf deine Kollegen zu und biete deine Hilfe an. Am ersten Tag herumsitzen kommt nicht gut an.
  • Nicht zu persönlich werden: natürlich sollst du dich am ersten Tag vorstellen und auch persönliche Dinge wie Hobbies von dir erzählen. Zu private Informationen wie etwa, dass du gerade eine Trennung hinter dir hast solltest du an deinem ersten Tag nicht preisgeben. Gehe die Dinge lieber langsam an. Meist bekommst du schnell ein gutes Gefühl dafür, was du den Kollegen erzählen kannst und was nicht. Ein guter Maßstab ist immer, was diese von sich preisgeben.

Checkliste für deinen ersten Arbeitstag

Pünktlichkeit Lieber etwas zu früh als zu spät kommen
OffenheitGeh freundlich und kontaktfreudig auf die neuen Kollegen zu
AufmerksamkeitWirke interessiert, aber nicht anbiedernd oder gar kontrollierend
KommunikationGib den Kollegen einen ersten Eindruck von dir, gib aber nicht zu viel Persönliches preis
EngagementSignalisiere dein Interesse und deine Motivation, sei aber nicht direkt kritisierend

Autor: Maya Rychlik

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