DLG verleiht Preise für innovative und praxisnahe Masterarbeiten

Die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) hat auch in diesem Jahr drei innovative und praxisnahe Masterarbeiten in der Pflanzenproduktion ausgezeichnet. Die drei Gewinner sind Studenten der TU München, der Universität Hohenheim und der Universität Bonn.


Zusammenfassung


Der Wilhelm-Rimpau-Preis der DLG

Die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) hat auch in diesem Jahr drei innovative und praxisnahe Masterarbeiten in der Pflanzenproduktion ausgezeichnet. Wegen der Einschränkungen durch das Coronavirus gab es in diesem Jahr jedoch keine Preisverleihung. Die Gewinner posteten dennoch kurze Vorstellungsvideos ihrer Arbeiten.

Aus den insgesamt 25 eingereichten, mit „sehr gut“ bewerteten Masterarbeiten wählte eine Jury im Auftrag der DLG drei besonders herausragende aus. Die diesjährigen Preisträger kommen von der Technischen Universität München (TUM), der Universität Hohenheim und der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn.

Manuel Jaufmann (TUM), erster Preis mit Süßkartoffelanbau in Deutschland

Den ersten Preis gewann der 24-jährige Manuel Jaufmann aus Untermeitingen, Masterstudent an der Technischen Universität München. Seine Masterarbeit behandelte das Thema „Technologische Aspekte verschiedener Anbauverfahren von Süßkartoffeln„. Hier stellt er seine Masterarbeit vor:

agrajo.com DLG-Wilheim-Rimpau-Preis Emanuel Jaufmann
Emanuel Jaufmann gewann den ersten Preis mit seiner Masterarbeit „Technologische Aspekte verschiedener Anbauverfahren von Süßkartoffeln

https://www.youtube.com/watch?v=t8T7ptqG4io

Aufgrund der Aktualität, der Praxisrelevanz und der strukturierten Vorgehensweise der Arbeit bewertete die Kommission diese Arbeit sehr gut. Zudem fanden die Juroren, dass der Süßkartoffelanbau ein zunehmend interessanter Markt für Landwirte in Deutschland wird.

agrajo.com DLG Wilhelm Rimpau Preis Süßkartoffelanbau
Der Anbau der tropischen Feldfrüchte eignet sich auch hierzulande. Wie das am besten gelingt, hat der 24-jährige Student Manuel Jaufmann in seiner Masterarbeit erforscht.

In seiner Arbeit verglich Manuel Jaufmann drei unterschiedliche Anbauverfahren: im Spargeldamm, im Kartoffeldamm und im Beet. Die Erkenntnisse seiner Arbeit befand die Jury als sehr hilfreich für Landwirte, die in den Süßkartoffelanbau einsteigen möchten.

Mit dem Preis gewann der junge Mann das Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro.

Hubertus Kleuter (Universität Hohenheim), zweiter Preis mit Düngeverfahren von Weidelgras

Mit der Masterarbeit „Auswirkung von verschiedenen Verfahren der Güllebehandlung auf das Wachstum von Deutschem Weidelgras und die Nährstoffdynamik des Bodens“ holte sich der 28-jährige Hubertus Kleuter der Universität Hohenheim den mit 1.500 Euro dotierten, zweiten Preis.

agrajo.com DLG-Wilhelm-Rimpau-Preis Hubertus Kleuter
Hubertus Kleuter erlangte den zweiten Preis mit seiner Masterarbeit „Auswirkung von verschiedenen Verfahren der Güllebehandlung auf das Wachstum von Deutschem Weidelgras und die Nährstoffdynamik des Bodens“.

https://www.youtube.com/watch?v=kYAG95EYM70&feature=emb_logo
agrajo.com DLG Wilhelm Rimpau Preis Weidelgras Düngung
Die Ansäuerund von Gülle vor dem Ausbringen auf dem Feld mindert die Ammoniakemission erheblich. Dadurch steht den Pflanzen mehr Nitrat zur Verfügung.

Auch die Aktualität sowie der Bezug zur Düngeverordnung überzeugte die Jury. Mit seiner Arbeit verfolgte Kleuter das Ziel, die Stickstoffeffizienz von Gülle zu steigern. Gleichzeitig sollte die Ammoniakemission gesenkt werden. Dazu hat der Student der Gülle 5 verschiedene Präperate hinzugefügt:

  • mikrobiologische Präparate
  • Schwefelsäure (klassisches Verfahren in den Niederlanden)
  • homogenisierte Bakterien
  • reine Rindergülle
  • keine Düngung

Im Versuch führte er sechs Schnitte am Weidelgras durch. Das Ergebnis zeigte, dass eine Ansäuerung der Gülle eine signifikante Reduzierung der Nitrat-(NH3)-Emission zur Folge hatte und somit den Pflanzen mehr nutzbarer Stickstoff über die Bodenpassage zur Verfügung steht. Diesen Stickstoff konnte die Pflanze in Mehrertrag umsetzen.

Elena Zopes (Universität Bonn), dritter Preis, Wirtschaftsdünger bei Zuckerrüben

In ihrer Masterarbeit untersuchte die 24-jährige Elena Zopes der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn die Stickstoff-Bindung durch Miscanthus-Stroh bei der Düngung von Zuckerrüben. Zudem verglich sie die Ergebnisse mit der Stickstoff-Dynamik weiterer bedeutender Wirtschaftsdünger.

agrajo.com DLG-Wilhelm-Rimpau-Preis Elena Zopes
Elena Zopes gewann den dritten Preis mit ihrer Masterarbeit über die Stickstoff-Bindung durch Miscanthus-Stroh.

In der Arbeit wollte sie herausfinden, ob Miscanthus den Stickstoff im Boden langanhaltend binden und danach pflanzenbedarfsgerecht freisetzen kann.

https://www.youtube.com/watch?v=i-woQ-aSNqU&feature=emb_logo
agrajo.com DLG Wilhelm Rimpau Preis Miscanthus Düngung
Miscanthus wird bereits in Tierställen als Einstreu verwendet.

Miscanthus wird in der Landwirtschaft bisher als Einstreu in Tierställen verwendet, da es sehr saugfähig ist. Zudem wird Miscanthus als Greening-Pflanze eingesetzt, da sie positive Effekte auf Boden und Umwelt hat.

Die Masterarbeit von Elena Zopes konnte herausstellen, dass die Einarbeitung von gehäckseltem Miscanthus den Stickstoff im Boden langanhaltend binden und diesen zudem pflanzenbedarfsgerecht freisetzen kann. Dies zeigte die Studentin am hohen Zuckerrübenertrag.

Das Preisgeld betrug 1.000 Euro.

Weitere Preisausschreibung der DLG: der internationale DLG-Preis

Neben dem Wilhelm-Rimpau-Preis verleiht die DLG einmal järhlich den internationalen DLG-Preis, einen Förderpreis für Nachwuchskräfte aus der Land- und Ernährungswirtschaft. Bis zu 4.000 Euro können die Teilnehmer bei der Preisverleihung gewinnen. Hier findest du mehr Informationen: www.jungedlg.org.

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Autor: Maya Rychlik
Bildquellen: Adobestock

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