Semesterbeginn: Tipps für einen erfolgreichen ersten Unitag

Der erste Tag des neuen Semesters steht quasi vor der Tür. An vielen Universitäten in ganz Deutschland wird am 1. Oktober das Wintersemester 2021/2022 beginnen. Die ersten Tage werden an den Unis und Hochschulen vor allem Einführungsveranstaltungen sowie Brückenkurse angeboten.

Wir wüschen allen Studierenden für das kommende Semester viel Erfolg! Damit auch dir der Semesterbeginn leicht fällt, haben wir für Erstsemester eine Reihe an Tipps für einen erfolgreichen ersten Unitag zusammengestellt.


Semesterbeginn: Tipps für Erstsemester

Vor dem ersten Tag eines neuen Lebensabschnitts aufgeregt zu sein, ist völlig normal. Viele Erstsemester verbinden mit dem Unibeginn auch einen Standortwechsel, wenn sie extra für den Studienplatz in eine neue Stadt ziehen.

Organisation und Vorbereitung

  • Umzug: Bist du bereits in dein Studentenwohnheim oder die neue WG eingezogen? Dann nimm dir genügend Zeit für das Auspacken und mache dich mit der Umgebung und deinen Mitbewohnern vertraut.
  • Apropos Umzug: Hast du dich schon umgemeldet? In einigen Städten erhältst du als Studierender sogar ein Begrüßungsgeld, wenn du dich ummeldest.
  • Organisation: Für den ersten Unitag brauchst du in der Regel nur einen Stift und ein Notizbuch, um dir die ersten wichtigen Informationen aufzuschreiben. Wo die Einführungsveranstaltungen stattfinden, erfährst du in der Regel auf der Internetseite deiner Uni.
  • Campusplan: Während der ersten Tage kann dir ein ausgedruckter Campusplan oder ein Campusplan auf dem Smartphone helfen, nicht verloren zu gehen und einen Überblick über den Campus zu verschaffen.
  • Lern die Bibliotheken und Mensen kennen: Besorg dir während der Einführungswoche deinen Bibliotheksausweis und deine Mensacard.
  • Stundenplan: Lass dir bei der Erstellung deines Stundenplans helfen – an vielen Unis bieten die einzelnen Fachschaftsräte spezielle Veranstaltungen für Erstsemester an und unterstützen beim Zusammenstellen der Stundenpläne. Vor allem für Studiengänge, bei denen du dir deine Kurse selber zusammenstellen musst, solltest du diese Hilfe annehmen.
  • Brückenkurse: Studierende der MINT-Fächer, unter anderem der Studienrichtung Maschinenbau, können in sogenannten mehrtägigen Brückenkurse, die direkt zu Semesterbeginn angeboten werden, ihre Kenntnisse in beispielsweise Mathematik aufzufrischen oder Wissenslücken zu schließen. Weitere Informationen findest du auf der Seite deiner Uni.

Nach der Einführungswoche, wenn du die ersten Vorlesungen besuchst, fängt das Studium (inhaltlich) richtig an. Für dich bedeutet das, dass du zu diesem Zeitpunkt im besten Falle schon einen Überblick über den Campus hast, weißt wo die Bibliothek ist und lernst in welcher Mensa es den besten Kaffee und das leckerste Mittagessen gibt. Alles Weitere ergibt sich im Verlauf der nächsten Woche. Und habe immer den Mut auf Kommilitonen zuzugehen – vielen von ihnen wird es ähnlich wie dir gehen. Und zusammen ist man schließlich weniger alleine.

Tipps für den neuen Alltag

  • Nimm dir im Alltag genügend Zeit für Pausen – nicht nur für das Lernen, sondern auch für Sport, Musik, Lesen oder handwerkliche Hobbys
  • Wenn du in eine neue Stadt gezogen bist, solltest du außerdem auf Erkundungstour in der Gegend gehen und die neuen Angebote in Anspruch nehmen – wer weiß welche Theater, Museen, Cafés und Bars auf dich warten
  • Auf dem Campus oder im Internet wirst du immer wieder auf Veranstaltungen für Studenten stoßen – hier lernst du weitere neue Leute kennen und wirst sicher eine Menge Spaß bei der Campusrallye und Co haben
  • Informier dich schon im ersten Semester welche Sprach- und Sportkurse angeboten werden, aber übernimm dich nicht; du wirst schließlich noch einige Semester an der Uni verbringen und das Angebot nutzen können.
  • Finanzierung: Hast du deinen Bafög-Antrag schon ausgefüllt oder dich über einen Studienkredit informiert? In vielen Studentenstädten wird im Herbst bereits nach Aushilfen für das Wintergeschäft gesucht, viele Unternehmen bieten Werkstudentenstellen an und auch in Bars oder Studentenclubs kannst du nach offenen Stellen fragen. Guck doch einmal am schwarzen Brett der Uni, in Semestergruppen oder im Internet.

Sprich in den ersten Veranstaltungen und Kursen immer wieder Kommilitonen an und schließe neue Bekanntschaften. Insbesondere kurz vor der ersten Prüfungsphase kann es dir helfen, dich Lerngruppen anzuschließen und gemeinsam über den Lernstoff zu sprechen.

Motivationstipps für Erstsemester

Jeder zweifelt im Verlaufe seines Studiums mindestens einmal an seiner Studienwahl, daher haben wir einige Motivationstipps für dich:

  • Konzentrationsschwierigkeiten: Bei einem zweistündigen Vortrag fällt es dir schwer, dich zu konzentrieren? Versuche Ablenkungen durch das Smartphone und zu minimieren und Störgeräusche auszublenden, möglicherweise hilft es dir, nebenbei im Skript mitzulesen. Spaziergänge an der Luft und Sporteinheiten sorgen für einen weiteren Gedächtnis-Boost.
  • Heimweh: Bei einem Ortswechsel ist es normal, dass Heimweh aufkommt. Ruf Freunde und Familie an, hänge Bilder in deinem Zimmer auf und richte regelmäßige Besuche ein. Wenn du in der neuen Stadt angekommen und neue Leute kennengelernt hast, wird das Heimweh jeden Tag besser zu ertragen.
  • Zweifel an der Studienrichtung: In den ersten Wochen, wenn du täglich Neues dazu lernst, kannst du dich überfordert fühlen und deine Studienwahl anzweifeln. Bilde Lerngruppen, besuche Übungen und Tutorien und setze dich mit dem Stoff auseinander. Jeden weiteren Tag, den du lernst, wirst du dir das Gelernte besser einprägen können. Und sollte dir der Studiengang wirklich nicht liegen, kannst du auch im ersten Semester schon einen Studiengangwechsel ins Auge fassen und dich an deiner Universität beraten lassen, die allgemeine Studienberatung und die Studienfachberatung helfen dir hier weiter.

Semesterbeginn und Corona

Semesterbeginn: Tipps für einen erfolgreichen ersten Unitag
Zum Semesterbeginn gilt es, den Campus zu entdecken und dich mit den Häusern und Standorten vertraut zu machen. (Foto: stock.adobe.com/Spiroview Inc.)

An vielen Universitäten, beispielsweise an der TU Berlin, findet nach drei Online-Semester wieder vermehrt Präsenzunterricht statt. Insbesondere Seminare, Übungen und Tutorien oder Projektgruppen finden in Person statt. Welche Veranstaltungen an deiner Universität weiterhin Online oder vor Ort stattfinden, erfährst du auf der Uniwebsite.

Grundlage für die Veranstaltungen ist die 3G-Regel (genesen, geimpft oder negativ getestet). Wer noch nicht geimpft ist, kann sich nach Impfangeboten umhören, die an mehreren Universitäten in Kooperation mit Impfpraxen angeboten werden.

Halte dich auf dem Campus, bei Präsenz-Veranstaltungen und in Mensen oder Bibliotheken außerdem an die gängigen Regeln wie Abstand halten, Lüften, das Tragen einer medizinischen Maske und den 3G-Nachweis.

Wintersemester: Semesterbeginn und zurück auf den Campus

Alle Studierenden, die ab dem Wintersemester 2021/2022 im zweiten oder einem höheren Semester sind, gehören nun quasi zum alten Eisen. Aber auch für alteingesessene Studierende haben wir zum Start des Semesters einige Tipps:

  • Stundenplan: Hast du dir schon notiert, wann du die Kurse buchen musst und dich mit Kommilitonen abgesprochen, in welchen ihr gemeinsam seid?
  • Campus: Hast du schon bemerkt, was sich auf dem Campus innerhalb der Semesterferien getan hat?
  • Credit Points: Hast du schon einmal zusammengerechnet, wie viele Credit Points du bisher zusammengesammelt hast und was noch fehlt? Diese Überprüfung sollte man regelmäßig machen, abhängig davon kannst du ein Seminar mehr oder weniger im Semester belegen.
  • AQUA- Allgemeine Qualifikationen: Neben den Credit Points aus deinem Hauptstudium können dir Sprachkurse, und AQUA-Veranstaltungen weitere Credits einbringen.
  • Sport- und Sprachkurse: Hast du das Angebot der Uni schon genutzt oder willst es weiternutzen? Dann erkunde dich nach den Einschreibefristen für angebotene Sport- und Sprachkurse.
  • Engagement: In den kommenden Semestern hast du noch einmal die Möglichkeit dich als Mentor für Erstsemester oder im Fachschaftsrat zu engagieren, auch die Campuszeitschrift oder das Campusradio sowie andere Organisationen suchen regelmäßig helfende Hände.

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