Studium im Bereich „Umwelttechnik“ oder „Umweltingenieurwesen“

Naturwissenschaftliche Fächer machen dir Spaß und du möchtest in einer Branche mit Zukunft arbeiten? Dann kann das Umwelttechnik Studium genau das Richtige für dich sein.

In unserem Beitrag erfährst du, in wie viele du dabei im Studiengang gehen kannst und das verschiedenen Fachrichtungen du dabei gehen kannst.


Was ist eigentlich Umwelttechnik?

Umwelttechnik oder Umweltingenieurwesen ist ein sehr breiter Begriff und umfasst alle technischen Verfahren zum Schutz der Umwelt sowie zur Wiederherstellung geschädigter Ökosysteme.

Eine weitere Sache vorweg- es gibt nicht das eine Umwelttechnik Studium. Du kannst Umwelttechnik deutschlandweit an circa 17 Hochschulen, darunter Fachhochschulen und Universitäten, studieren. Der Bachelor- beziehungsweise Master-Studiengang wird von den Unis ausgeschrieben und kann Umwelttechnik, Umwelttechnologie, Umweltschutztechnik, Umwelttechnik und Entwicklung sowie Energie-, Umwelt und Verfahrenstechnik heißen.

Ähnliches gilt übrigens auch beim Studiengang Umweltingenieurwesen beziehungsweise Umweltingenieurwissenschaften, Umweltingenieurwesen und -management oder Wasser- und Umweltingenieurwesen.

Unser Tipp: Achte bei der Wahl der Universität beziehungsweise Hochschule auf die angegebenen Studieninhalte und guck‘ dir online das kommende Vorlesungsverzeichnis an. So findest du den Studiengang an der für dich passenden Hochschule oder Uni.

Berufsaussichten für Umwelttechniker und Umweltingenieure

Das sind die Bereiche, in denen Umweltingenieure arbeiten können:

  • Entsorgung (z.B. Abfallbeseitigung, Müllverbrennung, Recycling, Abwasseraufbereitung)
  • Maßnahmen zum Gewässer-, Boden-, Lärm- und Strahlenschutz
  • Verfahren zur Verminderung der Luftverschmutzung (z.B. Abgasreinigung)
  • Effektive Nutzung erneuerbarer Energien
  • Messung von Schadstoffen und Umweltschäden

Außerdem erarbeiten Umweltingenieure Konzepte zur umweltschonenden Produktion. Dazu gehört die Reduzierung des Energie- und Rohstoffverbrauchs, die Rückgewinnung von Stoffen und die Verringerung von Emissionen und Abfällen während des gesamten Produktionsablaufs.  

Energiewende, Klimawandel und Umweltschutz sind Stichworte, die dich bei der Studienwahl begleiten? Dann lies‘ auch in unseren Beitrag zum Studium im Bereich der „Erneuerbaren Energien“ rein.


Umwelttechnik Studium: Diese Voraussetzungen solltest du erfüllen

Hochschule: Zulassungsvoraussetzungen und NC

Um dich an der Hochschule oder Universität für den Bachelor-Studiengang Umwelttechnik einschreiben zu können, solltest du ein Abitur (die allgemeine Hochschulreife) oder Fachabitur (fachgebundene Hochschulreife) abgelegt haben.

An einigen Universitäten kannst du auch ohne Studium studieren, solltest du bereits berufliche Qualifikationen aus der Branche nachweisen können. Ob du ein Vorpraktikum absolviert haben musst, hängst von der Hochschule ab. Hier lohnt sich ein Blick in die Zulassungsvoraussetzungen der jeweiligen Universität!

Der Studiengang Umwelttechnik ist zudem zulassungsfrei, das heißt dass du keinen Numerus Clausus (kurz NC) vorweisen musst, um dich einzuschreiben. Die genauen Fristen für die Einschreibung entnimmst du der Uni-Website.

Persönliche Voraussetzungen und Soft Skills

Wenn du Umwelttechnik studieren willst, solltest du bereits ein hohes technisches Verständnis mitbringen. Du bist perfekt geeignet für den Beruf Umwelttechnologe beziehungsweise Umweltingenieur, wenn du das mitbringst:

  • Affinität zu Mathematik, Chemie, Physik und Technik
  • Analytisches Denken
  • Du willst die Umwelt schützen
  • Englischkenntnisse

Zusätzlich ist es von Vorteil, wenn du bereits Berufserfahrung durch Praktika, Werkstudentenjobs oder Trainee-Programme hast. Vorkenntnisse in Computerprogrammen wie MS Office und CAD sind Studium sehr nützlich. Viele Arbeitgeber wünschen sich außerdem diese Soft Skills:

  • Gute Auffassungsgabe
  • Durchsetzungsvermögen
  • Eigeninitiative
  • Flexibilität (wechselnde Teams, Dienstreisen)
  • Verantwortungsbewusstsein, Genauigkeit und Gewissenhaftigkeit

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Als Umweltingenieur beschäftigst du dich beispielsweise mit nachhaltiger Ressourcennutzung und regenerativen Energien. (Foto: stock.adobe.com/lovelyday12)

Verschiedene Studiengänge im Bereich Umwelttechnik

Fast kein anderer Bereich ist so vielfältig wie die Umwelttechnik, wie du bereits am Anfang des Textes erfahren hast. So gestalten sich auch die Studiengänge. Diese grundständigen Studiengänge (mit Bachelor-Abschluss) gibt es im Bereich der Umwelttechnik:

  • Bio- und Umweltverfahrenstechnik
  • Chemie- und Umwelttechnik
  • Energie-, Gebäude-, und Umwelttechnik
  • Labor- und Verfahrenstechnik
  • Nachhaltige Energie- und Umwelttechnologien
  • Umweltingenieurwesen – nachhaltige Siedlungsplanung
  • Umweltingenieurwissenschaften
  • Umweltsicherung
  • Umwelt- und Ressourcentechnologie
  • Verfahrens- und Umwelttechnik

Erfahre im Video mehr über das Studienfeld Energie und Umwelt an der Technischen Hochschule Ulm in Baden-Württemberg.

Nach dem Studium kannst du z.B. als Umweltberater oder -manager in den Beruf einsteigen. Auch in der Verfahrens- oder Produktentwicklung gibt es Jobs für Umweltingenieure. Ebenfalls im Vertrieb und Verkauf gibt es Arbeit für die Absolventen. Für Führungspositionen wird für oft ein Masterabschluss erwartet. Diesen kannst du z.B. in den Studienfächern Umwelttechnik, Umweltwissenschaft oder Landschaftsökologie, Naturschutz absolvieren.


Inhalte: Das lernst du im Umwelttechnik Studium

Im Umweltingenieursstudium hast du z.B. diese Pflichtmodule:

  • Physik
  • Technische Mechanik
  • Mathematik
  • Informatik
  • Mechanische Verfahrenstechnik
  • Chemie
  • Betriebswirtschaft
  • Umweltrecht

Neben Vorlesungen und Seminaren finden meist auch praktische Übungen ergänzend zu den Modulen an den Universitäten und Hochschulen statt. Mit Wahlmodulen kannst du deinen individuellen Studienschwerpunkt setzen.

Das Umwelttechnik Studium schließt du entweder mit einem Bachelor- beziehungsweise Masterabschluss B.Sc. (Bachelor of Science) oder B.Eng. (Bachelor of Engineering) ab.

Hochschulen und Universitäten

Hier ist eine kleine Beispiel-Auswahl an Hochschulen und Universitäten, an denen du Umwelttechnik studieren kannst:

Du bist auf der Suche nach einem dualen Studium im Bereich Umwelttechnik? Das ist beispielsweise an der Berufsakademie Riesa möglich.

Wo arbeitet man als Umweltingenieur?

Das wachsende Bewusstsein der Öffentlichkeit für Umweltfragen und Nachhaltigkeit erhöht die Jobchancen für Umweltingenieure. In diesen Branchen kannst du als Umweltingenieur arbeiten:

  • Nachhaltige Energieversorgung (z.B. in Stadtwerken)
  • Nachhaltige Wasserversorgung (z.B. in Wasserwerken)
  • Baugewerbe
  • Kunststoff- und Chemieindustrie
  • Kosmetikindustrie
  • Baustoffindustrie
  • Automobilindustrie
  • Öffentlicher Dienst für Umweltauflagen
  • Städtische Infrastruktur- und Mobilitätssysteme

Typische Aufgaben von Umweltingenieuren sind Managementaufgaben, Planen und Leiten von Bauprojekten, Verkauf von nachhaltigen Produkten und Stadtplanung. Außerdem gibt es interessante Stellen in Lehre, Forschung und Wissenschaft für Umweltingenieure. Hier ist meist eine Promotion von Vorteil.


Gute Noten in Mathe, Physik und Chemie sind im Studium von Vorteil.


Das verdienst du als Umweltingenieur

Als Hochschulabsolvent liegt das Einstiegsgehalt als Umweltingenieur bei etwa 45.000 € brutto pro Jahr. Für Master-Absolventen ist das Gehalt in der Regel höher als für Absolventen mit Bachelor-Abschluss. Mit der Berufserfahrung steigt dann auch das Gehalt.

Laut stepstone.de sind im Durchschnitt 52.700€ pro Jahr zu holen. Mit der Größe des Unternehmens variiert zudem das Gehalt, größere Unternehmen zahlen meist die kleineren. In jedem Fall wählst du mit Umweltingenieurwesen einen gefragten Beruf in einer zukunftsträchtigen Branche!

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