TH Köln: Bau- und Landmaschinentechnik am IBL studieren

An der Technischen Hochschule Köln werden über 90 Bachelor- und Masterstudiengänge an zwölf Fakultäten angeboten. Jährlich nehmen circa 6.500 Studierende ein Studium an der TH Köln auf. Neben Studiengängen im Bereich der Wirtschafts-, Politik-, Umwelt- oder Ingenieur- und Naturwissenschaften wird für Interessenten der Bau- und Landmaschinentechnik im Fachbereich Maschinenbau ein spezieller Studiengang angeboten!

Wir haben mit Herrn Prof. Dr. Kath-Petersen, Leiter des Instituts für Bau- und Landmaschinentechnik (IBL), gesprochen. Erfahre auf agrajo unter anderem welche Themenschwerpunkte dich im Studiengang Maschinenbau – Mobile Arbeitsmaschine erwarten!

Herr Kath-Petersen, Sie lehren an einer der zwölf Fakultäten der Technischen Hochschule Köln. Wie viele Studiengänge bietet die Fakultät an?

An der TH Köln gibt ein breites Angebot von über 90 Studiengängen für mehr als 25.000 Studierende. Die Fakultäten der TH Köln verteilen sich dabei auf mehrere Standorte. Die beiden Studiengänge der Bau- und der Landmaschinentechnik werden am Standort Köln-Deutz angeboten. Dort sind die meisten Ingenieurwissenschaftlichen Bereiche zusammengefasst.

Technische Hochschule Köln: Studieren am ITT der TH Köln

Wer ein Bachelor-Studium der Agrarwissenschaften abgeschlossen hat, bringt beste Voraussetzungen für einen der Masterstudiengänge am Institut für Technologie und Ressourcenmanagement mit.

Sie sind Institutsleiter am Institut für Bau- und Landmaschinentechnik. Wie viele Studierende lernen pro Semester am Institut?

Prof. Dr. Wolfgang Kath-Petersen vom Institut für Bau- und Landmaschinentechnik der Technischen Hochschule Köln

Wir sind mit 5 Professoren, 3 festen wissenschaftlichen und 3 weiteren Mitarbeitern ein recht kleines Institut. Bei uns starten jeden Herbst zwischen 40 und 50 neue Studierende. Der überwiegende Anteil davon entscheidet sich für die Landmaschinentechnik.

Wir erwarten aber, dass der Anteil der Interessenten für die Baumaschinentechnik zunehmen wird, denn der Studiengang ist noch jung und muss sich erst in der Wahrnehmung etablieren. Damit wird dann die Zahl der Studienanfänger steigen. Trotzdem haben wir ein sehr gutes und persönliches Betreuungsverhältnis. Das bestätigen uns auch die Studierenden.

Was zeichnet das Profil der Studierenden aus? 

Ein hoher Anteil der Studienanfänger hat eine berufliche Ausbildung im technischen Bereich absolviert – in der Industrie oder beim Landmaschinenhandel. Das erleichtert natürlich das technische Verständnis für den Maschinenbau. Unser Studium ist im Maschinenbaustudium in Deutz verankert, besonders in den Grundlagenfächern. Im Hauptstudium nehmen dann die fachspezifischen Anteil zu und wir gehen stärker z.B. auf die Landwirtschaftlichen Besonderheiten und Ansprüche der Technik ein.

Daneben haben wir auch eine Menge Abiturienten. Viele kommen z.B. auch direkt aus der Landwirtschaft und haben Spaß an der Technik. Wir bieten dabei sehr viel Praxis an – ob auf dem Acker oder im Labor. Das kommt gut an und dabei entfalten sich viel Kreativität und Begeisterung für das Fach.

Was unterscheidet den Studiengang „Maschinenbau – Mobile Arbeitsmaschine“ vom Studiengang „Maschinenbau“?

Die Grundlagen sind gleich und werden mit den Maschinenbauern gemeinsam durchlaufen. Im Hauptstudium konzentrieren wir uns dann auf die Besonderheiten, die die Bau- und Landmaschinentechnik ausmachen.

Dazu gehen wir auch auf die natürlichen Zusammenhänge im Ackerbau ein und schauen uns besonders die Prozesse in ihrem natürlichen Umfeld an. Das verbindet Bau- und Landmaschinentechnik und unterscheidet sie damit deutlich vom „Allgemeinen Maschinenbau“.

Sie sind Praxissemesterbeauftragter LT an der Hochschule. Was umfasst Ihre Tätigkeiten?

Im 4. Semester (oder auch später) absolvieren die Studierenden ein Praxissemester in der Industrie, beim Handel oder auch bei Lohnunternehmen. Dabei geht aber nicht um das „Schrauben“ oder das Fahren der Erntemaschine, sondern um die Vorbereitung auf die Tätigkeiten als IngenieurIn. Das steht absolut im Vordergrund. Die angehenden IngenieurInnen sollen ihr späteres Aufgabenfeld kennenlernen – sei es in der Konstruktion, im Versuch, im Produktmanagement oder in der Verkaufsförderung. Einige starten auch im Verkauf oder im Service.

Jeder sucht sich das Betätigungsfeld aus, das ihm/ihr gefällt. Jede(r) stellt selbstständig den Kontakt zu den gewünschten Partnern her. Ich unterstütze und berate, wenn die Studierenden sich unsicher sind, ob das Betätigungsfeld passt oder wo ein passendes Unternehmen zu finden ist.  

Welche Tipps geben Sie Studierenden für das Praxissemester an die Hand? 

Sie sollen sich ausprobieren, welche Aufgabe später die passende sein könnte. Und es muss das Bewusstsein wachsen, dass der Maschinenbauingenieur mit dem Schwerpunkt Bau- oder Landmaschinentechnik nicht zwingend Konstrukteur werden muss! Gerade in den genannten Aufgabenfeldern z.B. im Produktmanagement finden sich Aufgaben für junge Menschen, die Spaß daran haben, sich im Markt zu bewegen und mit der Praxis und den Kunden in Kontakt zu kommen.

Bau- oder Landmaschineningenieur werden dank einem Maschinenbaustudium mit dem Schwerpunkt Bau- und Landmaschinentechnik
Das Praxissemester im Studium ist deine Orientierungshilfe, in welchem Bereich du nach dem Abschluss als Bau- und Landmaschineningenieur arbeiten möchtest. (© stock.adobe.com/tuiphotoengineer)

Wo werden die Absolventen Ihres Instituts später einmal tätig?

Unsere Absolventen sind als IngenieurInnen im Maschinenbau sehr begehrt, besonders aber von der relevanten Industrie – also der Bau- und Landmaschinenindustrie geschätzt. Denn sie bringen die spezielle Fachkenntnis aus dem besonderen Einsatzfeld mit. Das ist den Unternehmen extrem wichtig! 

Eine letzte Frage: Warum haben Sie sich damals für das Studium der Agrarwissenschaften entschieden?

Ich komme selbst von einem landwirtschaftlichen Betrieb und habe immer große Freude an der Technik und der Arbeit auf dem Acker gehabt. Daher lag es für mich nahe genau das zu studieren, was mir den größten Spaß macht!


Der Studiengang Maschinenbau – Mobile Arbeitsmaschine im Überblick

Im Studiengang „Maschinenbau – Mobile Arbeitsmaschine“ beschäftigst du dich in einem Vollzeitstudium über 7 Semester hinweg mit den Studienschwerpunkten Landmaschinentechnik beziehungsweise Bau- und Baustoffmaschinen.

Das Studium startet zum Wintersemester eines Jahres. Nach erfolgreichem Studienabschluss wird dir der Abschluss Bachelor of Engineering (B.Eng.) verliehen.

Um zum Studium zugelassen zu werden, musst du ein Abitur oder vergleichbaren Abschluss sowie ein 12-wöchiges Grundpraktikum vorweisen. Du kannst diesen Studiengang auch ohne Abitur studieren, hierfür musst du jedoch eine Ausbildung aus dem Bereich vorweisen können.

Weiterführende Informationen zum Studiengang findest du im Informationsflyer Maschinenbau – Mobile Arbeitsmaschine.

Bewerbungsfristen der TH Köln: Bis wann muss ich mich für ein Studium bewerben?

Für zulassungsbeschränkte Bachelorstudiengänge der TH Köln gelten folgende Bewerbungsfristen:

  • Stichtag für das Sommersemester: bis zum 15. Januar des Jahres
  • Stichtag für das Wintersemester: bis zum 15. Juli des Jahres

Bei zulassungsfreien Bachelorstudiengängen gilt die Bewerbungsfrist, die auf der Seite des Studiengangs angegeben wird.

Kontakt: So erreichst du das Institut für Bau- und Landmaschinentechnik

Technische Hochschule Köln
Fakultät für Anlagen, Energie- und Maschinensysteme
Institut für Bau- und Landmaschinentechnik (IBL)
Campus Deutz
Betzdorfer Straße 2
50679 Köln
Prof. Dr. Wolfgang Kath-Petersen
wolfgang.kath-petersen@th-koeln.de
Online: Internetseite des Instituts für Bau- und Landmaschinentechnik


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