Tipps, Tricks und alles Wissenswerte rund um das Thema Masterarbeit

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Für viele Abiturienten führt der Weg von der Schule direkt zur Universität – denn mit einem Uniabschluss in der Tasche fällt der Einstieg in die Arbeitswelt bekanntlich deutlich leichter. Doch bevor es so richtig losgeht, stellt sich vorab die Frage, für welches Studienfach man sich eigentlich entscheiden soll. Wie wäre es zum Beispiel mit Agrarwissenschaften? Oder vielleicht doch lieber Biochemie? Und sobald die Wahl des passenden Studiengangs abgeschlossen ist, steht auch schon direkt die nächste wichtige Entscheidung an: Auf welchen Abschluss möchte ich hinarbeiten?

In der Regel hat man hier die Auswahl zwischen dem Bachelor- und dem Masterabschluss. Worin liegt denn eigentlich der Unterschied? Warum genießt der Masterabschluss einen höheren Stellenwert? Und wie läuft dieser denn überhaupt ab? Wie lange dauert das Ganze und welchen Umfang sollte die Masterarbeit im Optimalfall haben? Und gibt es vielleicht sogar Tipps und Tricks, mit denen die sogenannte Masterthesis zum Kinderspiel wird?


Wie eine Umfrage für Studenten zeigt, weiß nicht jeder, was eine Masterarbeit überhaupt ist

Wenn es nach einer Umfrage für Studenten geht, ist nicht jedem automatisch klar, was eine Masterarbeit ist, worin der Unterschied zur Bachelorarbeit liegt. Bei einer Masterarbeit handelt es sich einfach gesagt um eine wissenschaftliche Arbeit. Diese beschäftigt sich mit einem fachübergreifenden Thema ist für den erfolgreichen Abschluss eines Master-Studienganges notwendig.

Im Vergleich zu der Bachelorarbeit ist sie nicht nur deutlich länger (Masterarbeit: etwa 65 bis 120 Seiten, Bachelorarbeit: rund 30 bis 40 Seiten), sondern darüber hinaus auch viel komplexer, da hier eine selbstständige und wissenschaftlich fundierte Weiterentwicklung eines fachübergreifenden Themenbereiches vorausgesetzt wird. Zudem geht es auch darum, neue Erkenntnisse zu gewinnen und so einen ersten eigenen Beitrag zu der aktuellen Forschung zu leisten.


Eine Masterarbeit bringt im Optimalfall die Forschung voran


Und auch bei der zur Verfügung stehende Bearbeitungszeit gibt es signifikante Unterschiede, da der Student hier in der Regel über 20 Wochen für die Fertigstellung benötigt. Die Bachelorarbeit kann normalerweise in rund der Hälfte der Zeit abgeschlossen werden. Darüber hinaus bringt eine Masterarbeit zwischen 20 und 30 ECTS-Punkte (ECTS = European Credit Transfer System; Europäisches System zur Akkumulierung und Übertragung von Studienleistungen), während der erfolgreiche Bachelorabschluss nur maximal 15 ECTS-Punkte einbringt.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass es sich bei der Masterabschlussarbeit um einen ernst zu nehmenden wissenschaftlichen Beitrag zur aktuellen Forschung handelt. Im Optimalfall liefert diese nicht nur neue und tiefergehende Erkenntnisse zu einem bestimmten Thema, sondern bringt die gesamte Forschung in dem entsprechenden Teilbereich.

Wie läuft die Masterarbeit genau ab und worauf solltest Du dabei auf jeden Fall achten?   

Der genaue Ablauf kann sich je nach Hochschule und Fachbereich unterscheiden. So kann beispielsweise die Technische Universität München andere Voraussetzungen an den Prüfling stellen, als die Ruhr-Universität Bochum. Es gibt jedoch einige grundlegende Abläufe, die bei nahezu jeder Masterthesis eine wichtige Rolle spielen. Dazu gehört zum einen die penible Einhaltung der von der Uni festgelegten Prüfungsordnung und den dazugehörigen (Abgabe-)Fristen.

Zum anderen wird die Masterarbeit in der Regel in vier unterschiedliche Bearbeitungsphasen aufgeteilt. Bei der ersten Phase handelt es sich um die Vorbereitung. Während dieser Zeit wählt der Prüfling ein Thema für seine Masterarbeit aus, schaut sich erste Beispiele an. Zudem erstellt er einen Zeit- und Ablaufplan für die kommenden Wochen, wählt eine Methodik und beginnt mit der Themenrecherche und der Gliederung.

Fliegende Hüte besiegeln den Erfolg nach der Masterarbeit.
Fliegende Hüte besiegeln den Erfolg. © mnirat / Adobe Stock

Danach folgt die sogenannte Forschungsphase, in der es unter anderem darum geht, die gewählte Methodik anhand von Beobachtungen und Analysen zu finalisieren. Zum Beispiel durch eine Umfrage für Studenten. Zudem kümmert sich der Hochschüler während dieser Phase um die weitere Erhebung und die darauffolgende Auswertung der gesammelten Daten.

In der dritten Phase, auch Schreibphase genannt, geht es dann um das eigentliche Schreiben respektive Erstellen der Masterarbeit. Dabei müssen die erlangten Forschungsergebnisse so ausführlich und informativ wie möglich dargestellt werden.

Nun folgt die vierte und letzte Phase: Die Nachbereitung. Hier gilt es das Layout der Masterarbeit zu prüfen, ein Literaturverzeichnis und gegebenenfalls ein Abstract (Inhaltsangabe bzw. Zusammenfassung) zu erstellen. Außerdem ist eine eidesstattliche Erklärung abzugeben, die bestätigt, dass man die Masterarbeit komplett eigenständig verfasst hat. Zu guterletzt muss die gesamte Thesis ausführlich lektoriert und einer Plagiatsprüfung unterzogen werden.

Tipp: Im Optimalfall lässt man die Masterarbeit von mindestens zwei verschiedenen Personen Korrekturlesen, um unschöne Rechtschreib- und Grammatikfehler zu verhindern. Noch besser ist es natürlich, wenn die Lektoren einen wissenschaftlichen Hintergrund haben und sich mit der Thematik der Masterarbeit auskennen, um fachspezifische Begriffe besser ein- und zuordnen zu können.

Hilfreiche Tipps rund um die Masterarbeit

Das Wichtigste vorab: Je besser und individueller das Thema der Masterarbeit, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit auf eine Bestnote. Daher sollte man im Optimalfall eine Forschungslücke finden, die man mithilfe der gewonnenen Erkenntnisse füllen kann. Darüber hinaus ist eine durchdachte Planung der Masterarbeit das A und O.

  • Wie und wo kann ich das gewählte Thema recherchieren?
  • Wie lange brauche ich für die Quellenfindung und zum Einlesen?
  • Wie viel Zeit sollte ich für das Schreiben der Thesis einplanen?
  • Wie lange wird die Überarbeitung und Korrektur voraussichtlich dauern?

Das Zeitmanagement spielt also eine große und wichtige Rolle, denn wer die Masterarbeit auf den letzten Drücker finalisiert, riskiert am Ende nicht nur eine schlechte Bewertung, sondern fällt im schlimmsten Fall sogar durch die Prüfung.


Ein realistischer Zeitplan ist das A und O


Zudem kann es nicht schaden, wenn man bereits zu Beginn der Masterarbeit ein ausführliches Konzept samt Ablauf und Zeitplan erstellt. So hat man immer alle relevanten Informationen direkt vor Augen und weiß genau, in welcher Reihenfolge die verschiedenen Inhalte abgearbeitet werden müssen. Abschließend sei gesagt, dass man sich schnell in unwichtigen Details verlieren kann – vor allem dann, wenn man über mehrere Monate an ein und demselben Thema arbeitet.

Daher können regelmäßige Pausen wahre Wunder bei der Frage bewirken, was wirklich wichtig ist. Man sollte also nicht jeden Tag zwölf und mehr Stunden am Schreibtisch verbringen, sondern einfach auch mal abschalten, um den Kopf wieder frei zu bekommen. Denn ein gesundes Maß zwischen Produktivitäts- und Ruhephasen zu finden, kann gerade bei einer Masterarbeit Gold wert sein.

Und wenn die Masterarbeit abgegeben ist, geht die Jobsuche los.
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Autor: Die Redaktion von lebenslauf.de in Zusammenarbeit mit der agrajo-Redaktion
Bildquelle: Adobestock, lebenslauf.de

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