Was macht ein Landschaftsarchitekt?

Du spazierst durch einen Park oder eine Grünanlage und überlegst, wie man diesen besser gestalten kann und an welchen Plätzen man keine Bank platzieren soll? Setz‘ deine Kreativität in die Realität um und werde Landschaftsarchitekt!

Im Folgenden stellen wir dir diesen Beruf genauer vor und verraten, welches Studium du benötigst.

Was macht ein Landschaftsarchitekt?

Ein Landschaftsarchitekt gestaltet Grundstücke von öffentlichen Gebäuden oder Grünanlagen sowie private Parks und Gärten. Spielplätze und Schulen gehören ebenso zu deinem Aufgabenbereich. Du bist maßgeblich an der ästhetischen Gestaltung unserer Gemeinden und unserer Städte beteiligt. Die Pflanzenkunde ist sehr wichtig für dich, denn du entscheidest, wo die Pflanzen gesetzt werden. Daher musst dich gut mit den Besonderheiten der jeweiligen Gewächse auskennen.

Als Landschaftsarchitekt wirst du aber nicht nur mit Pflanzen arbeiten. Ein handwerkliches Geschick solltest du auch besitzen, denn du betreust die Planung und Umsetzung der Baumaßnahmen. Außerdem arbeitest du viel mit Menschen zusammen. Ein gewisses Verhandlungsgeschick und das professionelle Auftreten mit einem Kunden sind also auch notwendig.

Steckbrief zum Berufsbild Landschaftsarchitekt

Berufstyp:Hochschulberuf
Ausbildungsart:Studium
Studienzeit:6-8 Semester (ca. 3 Jahre)
Lernorte:Universitäten, Hochschulen
Vergütung:1.800€ (Brutto) Einstiegsgehalt bis max. 5.600€ (Brutto) im öffentlichen Dienst mit Berufserfahrung

Das benötigst du, um Landschaftsarchitekt zu werden

Voraussetzungen für den Beruf Landschaftsarchitekt

Zuallererst betrachten wir die persönlichen Voraussetzungen, die du als Landschaftsarchitekt mitbringen solltest:

  • ein Gespür für Ästhetik
  • ein räumliches Vorstellungsvermögen
  • ein Talent für gute Organisation
  • handwerkliches Vermögen
  • zeichnerische Begabungen

Erfüllst du diese Voraussetzungen, ist der erste Schritt in Richtung deines Traumjobs schon einmal geschafft.

Studium der Landschaftsarchitektur: An diesen Unis kannst du studieren

Um Landschaftsarchitekt zu werden, solltest du das passende Studium absolvieren. Um diesen Beruf zu ergreifen, benötigst du einen akademischen Abschluss einer Universität oder Hochschule. Voraussetzung für das Studium ist wiederum eine allgemeine Hochschulreife oder eine Fachhochschulreife.

Im Folgenden haben wir dir einige Hochschulen und die jeweiligen Studiengänge zusammengestellt, an denen du Landschaftsarchitektur studieren kannst:

Wie läuft das Landschaftsarchitektur – Studium ab?

Was ist der Unterschied zwischen einem Landschaftsarchitekten und einem Garten- und Landschaftsbauer?

In Deutschland ist die Bezeichnung Landschaftsarchitekt/in geschützt und du darfst dich nur so nennen, wenn du in der Architektenliste der Architektenkammer des jeweiligen Bundeslandes eingetragen bist. Grundbedingung für deine Eintragung ist der Nachweis eines einschlägigen Hochschulabschlusses und Berufserfahrung.

Wenn du doch nicht studieren möchtest, informier dich hier über die Ausbildung zum Landschafts- und Gartenbauer.

Gehalt: Was verdient man als Landschaftsarchitekt?

Wenn du das Studium der Landschaftsarchitektur abgeschlossen hast, liegt dein Einstiegs Nettogehalt meist bei
1.800 € bis 2.500 €. Dies ist aber abhängig von der Region oder deinem Anstellungsverhältnis. Es macht auch einen großen Unterschied, ob du öffentlich oder gewerblich angestellt bist.

Je mehr Berufserfahrung du sammelst und je mehr Qualifikationen du vorzeigen kannst, desto eher steigt dein Gehalt. Im öffentlichen Dienst kannst du monatlich mit einer tariflichen Bruttovergütung von 3.546 € bis 5.626 € rechnen. In Deutschland kannst du ein durchschnittliches Bruttogehalt von 43787€ pro Jahr verdienen. Im Bereich der gewerblichen Wirtschaft liegt das tarifliche Bruttogehalt häufig bei 3.112 € bis 4.357 €. Ob du in einem großen oder kleinen Unternehmen arbeitest oder ob du bereit bist Fortbildungen zu besuchen, beeinflusst ebenfalls dein Gehalt.

Natürlich kannst du dich als Landschaftsarchitekt auch selbstständig machen. Hier entscheidet dann deine Auftragslage sowie deine fachliche Spezialisierung über deinen Verdienst.

Video: Ein Landschaftsarchitekt berichtet über seinen Beruf

Peter Latz ist Landschaftsarchitekt. In diesem Video gibt er dem Bayrischen Rundfunk Einblicke in sein Berufsleben. Momentan arbeitet er an der spannenden Neugestaltung des Luise-Kiesselbach-Platzes in München.

Wo kannst du überall als Landschaftsarchitekt arbeiten?

Wenn du dich für den Beruf des Landschaftsarchitekten entschieden hast, kannst du in vielen verschiedenen Bereichen arbeiten. Zum einen im öffentlichen Bereich, wenn du zum Beispiel bei einer Stadtverwaltung angestellt bist. Du hast aber auch die Möglichkeit in einem Landschaftsbaubetrieb oder einem Architekturbüro für Landschafts- und Gartenbau zu arbeiten.

Wenn du dein eigener Herr sein möchtest, kannst du dich dafür entscheiden, dich selbständig zu machen. So kannst du frei wählen, welche Aufträge du annimmst und ob du nicht sogar im Ausland arbeiten willst. Dir stehen als Landschaftsarchitekt alle Türen offen und du kannst deiner Kreativität in diesem Berufsfeld freien Lauf lassen.

Die Alternative zum Landschaftsarchitekten: Der Gärtner

Dich hat das Berufsbild des Landschaftsarchitekten nicht zu 100% überzeugt, du willst aber trotzdem in der Natur arbeiten und Grünflächen betreuen und erschaffen? Dann ist der Gärtner etwas für dich. In unserm Artikel findest du alles was du über diesen Beruf wissen solltest.


Du willst deine Grüne Karriere starten? Dann schau in unserem agrajo-Stellenmarkt vorbei und finde die passende Stelle für dich!