Was macht ein Lebensmittelkontrolleur?

Du interessierst dich für Lebensmittel und deine sechs Sinne lassen dich nie im Stich?
Dann informiere dich hier über den Beruf Lebensmittelkontrolleur. Hierbei handelt es sich um eine Fortbildung. Voraussetzung dafür ist eine Ausbildung oder Tätigkeit in der Lebensmittelbranche.


Zusammenfassung


Aufgaben und Tätigkeiten eines Lebensmittelkontrolleurs

Allgemein gesagt überprüfst und kontrollierst du als Lebensmittelkontrolleur Lebensmittel. Dies soll zum Schutze des Verbrauchers dienen. Im Fokus steht dabei der Schutz vor gesundheitlichen Gefahren, aber auch der Schutz vor Täuschung und Irreführung.

Neben der Überprüfung der fertigen Produkte, gehört auch die Überwachung der Einhaltung von Gesetzen und Hygienevorschriften in den einzelnen Betrieben zu deiner täglichen Aufgabe. Du besuchst nicht nur die produzierenden Betriebe, sondern auch Cafés und Restaurants.

Neben den vielen Besuchen unterschiedlichster Betriebe, gehört auch das Labor zu deinem täglichen Arbeitsplatz.

Steckbrief – Lebensmittelkontrolleur

Berufstyp:Staatlich anerkannter Beruf
Ausbildungsart:Fortbildung
Lernorte:Lebensmittelüberwachungsämter oder Untersuchungseinrichtungen der Länder
Ausbildungsdauer:2 Jahre
Ausbildungsgehalt:keine Vergütung während der Fortbildung

So sieht dein Arbeitsplatz aus

Eins ist sicher – als Lebensmittelkontrolleur wird dein Arbeitsalltag nie langweilig. Einen Großteil des Tages verbringst du nämlich in verschiedenen Betrieben und Unternehmen. Dort ist es dann deine Aufgabe, alles zu überprüfen und ggf. Proben zu nehmen. Diese werden dann später im Labor ausgewertet.  

Neben der Kontrolle der Lebensmittel, sind Lebensmittelkontrolleure auch für das Tierwohl zuständig. Du gehst also auch zu landwirtschaftlichen Betrieben, um die Haltung der Tiere zu überprüfen. Zudem wird geschaut, ob alle Höfe, die sich mit Bio auszeichnen, auch die Anforderungen daran erfüllen.


Voraussetzungen um Lebensmittelkontrolleur zu werden

Was du mindestens mitbringen musst, um diese Fortbildung machen zu können:

  • Berufsabschluss in einem Lebensmittelberufs plus eine Fortbildung bspw. zum Techniker
  • Berufserfahrung in der allgemeinen Verwaltung, wo du mind. drei Jahre in der amtlichen Lebensmittelüberwachung tätig warst
  • Fachhochschulabschluss mit Diplomprüfung in einem Studiengang in dem Gebiet der Lebensmittel

Der Job passt perfekt zu dir, wenn du:

  • Interesse an Naturwissenschaften hast
  • Du dich auf deine sechs Sinne verlassen kannst
  • Hohes Verantwortungsbewusstsein hast
  • Gewissenhaftes Arbeiten dir liegt

Auch wenn du nur deinen Job machst, nicht jeder freut sich über deinen Besuch. Viele Betriebe haben Angst vor dem Besuch des Gesundheitsamtes. Nicht immer geht es für die Betriebe gut aus. Im schlimmsten Fall musst du dafür verantwortlich sein, die Schließung eines Ladens zu veranlassen. Deswegen ist von dir vor allem Geduld und Einfühlungsvermögen gefragt.

Nicht nur die Lebensmittel an sich, sondern auch deren Verpackung wird scharf unter die Lupe genommen.

Ausbildung oder eher Fortbildung?

Die Ausbildung zum Lebensmittelkontrolleur ist keine klassische Ausbildung, sondern vielmehr eine Fortbildung. Diese Fortbildung dauert zwei Jahre und findet in Lebensmittelüberwachungsämtern oder in Untersuchungseinrichtungen der Länder statt.

Während der Fortbildung erlernst du das fachgerechte Entnehmen von Proben und die folgende Untersuchung und Auswertung. Sehr wichtig sind auch die Rechtsgrundlagen. Da ein großer Teil deines Arbeitsalltags darin besteht, Hygienevorschriften und Gesetze zu überwachen, musst du diese selbstverständlich auch können.

Zudem musst du auf eventuelle Verstöße richtig reagieren und abgrenzen können, welche Verstöße eine Ordnungswidrigkeit und welchen bei einer Straftat einzuordnen sind.   

Zu deinem Arbeitsalltag gehört der Kontakt mit Menschen mit dazu. Da du häufig Kritik ausüben und Mahnungen erteilen musst, ist ein sicheres Auftreten das A und O. Dies lernst du aber mit der Zeit immer mehr dazu.

Proben der einzelnen Lebensmittel werden im Labor untersucht. Hierbei musst du dich auf deine Sinne verlassen können. ©Yvonne Weis, Adobestock

Gehalt eines Lebensmittelkontrolleurs

Die Fortbildung zum Lebensmittelkontrolleur wird nicht vergütet. Dafür kannst du dich danach auf ein gutes Einkommen freuen. Die tarifliche Bruttovergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst beträgt monatlich 3.375€ bis 4.249€.

Bei einer Beschäftigung im Beamtenverhältnis ist je nach Besoldungsgruppe und Stufe mit 2.418€ bis 3.754€ brutto pro Monat zu rechnen.

Aussichten nach der Fortbildung

Wenn du die Fortbildung erfolgreich abgeschlossen hast, kannst du dich auf eine sichere Zukunft freuen. Lebensmittelkontrolleure sind sehr gefragt und können sich über mangelnde Aufträge nicht beklagen.

Du hast Lust auf die Lebensmittelbranche, suchst aber erst noch eine Ausbildung? Dann schau doch hier mal in die Berufsbilder des Süßwarentechnologen, Brenner oder des Milchtechnologen rein.

Der Beitrag hat dein Interesse geweckt und erfüllst die Voraussetzungen um Lebensmittelkontrolleur zu werden? Dann bewirb dich für einen spannenden Beruf voller Abwechslung und Herausforderungen.

Weitere Informationen findest du unter: Berufenet – Berufsinformationszentrum der Bundesagentur für Arbeit (BIZ)

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Autor: agrajo-Redaktion
Bildquellen: AdobeStock

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