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Lebensmittelindustrie, Lebensmitteltechnologie, Food Chain Management

Lebensmittelingenieure haben den Überblick über die gesamte Lebensmittelkette vom Rohstoff bis zum fertigen Lebensmittel, das auf den Tisch der Konsumenten kommt. An der Schnittstelle zwischen Natur- und Ingenieurwissenschaften bietet die Lebensmittelindustrie eine große Brandbreite an beruflichen Herausforderungen.
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Die meisten Nahrungsmittel werden nicht dort verarbeitet und verpackt, wo sie entstanden sind. Die Weiterverarbeitung – also Herstellung, Verpackung, Entwicklung von neuen Produkten, Qualitätssicherung und Vermarktung – erfolgt in Unternehmen der Lebensmittelindustrie. Als nachgelagerter Bereich der Landwirtschaft ist die Ernährungsindustrie der viertgrößte Industriezweig Deutschlands. In der Branche arbeiten rund 560.000 Beschäftigte in 5.800 Betrieben. Mit rund 172,2 Milliarden Euro ist die deutsche Ernährungsindustrie nach Umsatz und Beschäftigten führend in Europa (Quelle: Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie, 2014). Zu ihren umsatzstärksten Bereichen zählen die Fleisch-, Milch-, Süß- und Backwarenindustrie sowie die Hersteller alkoholischer Getränke und Obst- und Gemüse verarbeitende Betriebe.   Die Branche ist besonders stark durch kleine und mittelständische Unternehmen geprägt: 95 Prozent haben weniger als 250 Beschäftigte. Am häufigsten werden Lebensmittelingenieure und -technologen in folgenden fünf Tätigkeitsbereichen eingesetzt:
 
• Produktion, Produktentwicklung, Herstellung:
Eine der Hauptaufgabe von Lebensmittelingenieuren ist die industrielle Verarbeitung, Veredelung und Konservierung von Lebensmitteln. Sie steuern und überwachen die physikalischen, chemischen und biologischen Vorgänge, die für den Herstellungsprozess, die Haltbarmachung und Lagerung von Nahrungsmitteln notwendig sind. 

• Verarbeitung, Verfahrenstechnologie:
Die sachgerechte Verarbeitung von pflanzlichen und tierischen Rohstoffen umfasst nicht nur  physikalische, chemische und mikrobiologische Abläufe, sondern auch rein technische Vorgänge. Lebensmitteltechnologen sind sowohl für die Weiterentwicklung von Maschinen und Anlagen zuständig als auch für die Art der Verpackung. 
 
• Qualitätssicherung:
Lebensmitteltechnologen, Lebensmittelwissenschaftler und -wirtschaftler verantworten die Qualität der Produkte über die gesamte Produktionskette vom Rohstoff bis hin zum Endverbraucherprodukt. In der Qualitätskontrolle werden die fertigen Produkte, aber auch Zwischenprodukte und Rohstoffe chemisch, physikalisch und bakteriologisch geprüft.  Das Aufgabengebiet umfasst je nach Größe des Unternehmens auch die Feldanbaukontrolle sowie die Auditierung von Rohstofflieferanten und Kontrollen im Handel.

• Marketing:
Lebensmittelmarketing befasst sich mit dem Marketing für den Absatz von Lebensmitteln an Endverbraucher. Dazu erforschen die Lebensmitteltechnologen den Markt, Wettbewerber und das Konsumentenverhalten. Sie entwickeln Ideen für neue Produkte und ihrer Präsentation sowie Konzepte für den Markteintritt. 

Große Unternehmen der Ernährungsindustrie verfügen auch über spezielle Abteilungen für  Forschung und Entwicklung sowie für den Einkauf.  

Studium und Qualifikationen

Von den Bewerbern wird ein abgeschlossenes Studium der Lebensmitteltechnologie, Lebensmittelwirtschaft, Lebensmittelwissenschaft, Lebensmittelchemie oder Ökotrophologie erwartet. Diese Studiengänge kombinieren naturwissenschaftliches Wissen mit Kenntnissen der Lebensmittelkunde, Ernährungsphysiologie, Technik und Betriebswirtschaft. Das Studienangebot ist vielfältig und die Grenzen zu Disziplinen wie Biotechnologie und Verfahrenstechnik sind nicht immer klar zu ziehen. Je nach Hochschule können die Schwerpunkte auf den Natur- oder Ingenieurwissenschaften oder auf agrarwissenschaftlichen Inhalten liegen.Seit einigen Jahren, seit sich der Begriff „Food Chain-Management“ oder „Food Value-Management“ für die gesamten Prozesse der Nahrungsmittelkette etabliert hat, existieren auch Studiengänge mit dem Titel „Food Management“. So setzen manche Betriebe dieses Studium bei Bewerbern voraus. Häufig wird Food Management von Fachhochschulen als duales Studium in Kooperation mit Unternehmen der Lebensmittelindustrie angeboten. Letztlich unterscheiden sich diese Studiengänge inhaltlich nur graduell von den oben genannten.
Wer in Unternehmen der Getränkeindustrie arbeiten will, sollte ein Studium der Getränketechnologie, des Brauereiwesens oder der Milchtechnologie mitbringen. Manchen Arbeitgebern genügt der Nachweis, dass während des Studiums der Schwerpunkt Getränketechnologie gewählt wurde. 
Die meisten Studierenden setzen bereits während des Studiums Schwerpunkte auf bestimmte Inhalte, wie Fleisch- oder Verpackungstechnologie, sodass sie sich nach ihrem Abschluss gezielt in den Unternehmen bewerben können, die auf diesen Bereich spezialisiert sind. 

Berufsbezeichnungen in Stellenanzeigen

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Die Mehrzahl der  Stellenanzeigen geben – sofern sie nicht über eine Personalberatung laufen –  Auskunft darüber, auf welches Produkt oder welchen Produktbereich sich die Unternehmen der Lebensmittelindustrie spezialisiert haben. Ob Fleisch, Backwaren, Fertiggerichte, Molkereiprodukte, Säuglingsnahrung, Süßwaren, Obst und Gemüse oder Öle und Fette: In allen Bereichen werden Experten gesucht. Am häufigsten werden in Stellenanzeigen folgenden Funktionsbezeichnungen genannt:

•    Mitarbeiter/in für Qualitätssicherung und Entwicklung
•    Mitarbeiter/in Getränkeproduktion
•    Laborleiter/in
•    Quality Product Superiority Manager (m/w)
•    Expert Product Development (w/m)
•    Produktentwickler/in
•    Verpackungstechnologe (w/m)
•    Regulatory Affairs Manager/in
•    Manager Produktentwicklung & Applikation Getränke (m/w)
•    Auditor (w/m) im Bereich Lebens- und Futtermittel
•    Mitarbeiter/in QS und QM (m/w)
•    Lebensmitteltechnologen für Verarbeitung und Verfahrenstechnik (w/m)
•    Produktentwickler Food/Lebensmitteltechniker (m/w)
•    Mitarbeiter/in Lebensmittelrecht
•    Lebensmittelingenieur/in Einkauf

Stellenangebote für Lebensmitteltechnologen, Lebensmittelingenieure und Agrarwissenschaftler in der Nahrungsindustrie finden Sie im agrajo-Onlinestellenmarkt.

Arbeitgeber

Die deutsche Ernährungsbranche ist trotz großer internationaler Konzerne und Unternehmen (Unilever, Nestlé, Oetker, DMK Deutsches Milchkontor, Procter & Gamble, Tönnies Lebensmittel, Coca-Cola, Mars, Unilever, Westfleisch et cetera) durch einen sehr hohen Anteil an mittelständischen Betrieben geprägt. Die Unternehmenskonzentration in der Ernährungsindustrie ist noch relativ gering. Die Top Ten der Branche vereinen nur rund 14 Prozent des Umsatzes auf sich. 95 Prozent der Betriebe beschäftigen weniger als 250 Mitarbeiter. Unter ihnen sind auch traditionsreiche Familienunternehmen und international erfolgreiche Hersteller deutscher Spezialitäten.
Lebensmittelingenieure und -technologen arbeiten auch in Betrieben des Maschinen- und Anlagenbaus, wissenschaftlichen Instituten und Laboratorien, Behörden, Verbänden und Hochschulen, in Marketingorganisationen sowie im Handel. 

Gehalt Lebensmittelindustrie

Die Gehälter für Lebensmittelingenieure unterscheiden sich nach Bereich, Funktion und Unternehmen. Wie in den meisten anderen Branchen auch, zahlen Konzerne ein höheres Entgelt als kleinere Unternehmen, die aber möglicherweise mit anderen Vorteilen punkten. Valide Gehaltserhebungen zur Branche fehlen. Häufig ist zu hören, dass die Lebensmittelindustrie ihre Mitarbeiter finanziell nicht sehr üppig ausstattet. Dabei ist zu beachten, dass es die üblichen funktionsspezifischen Unterschiede gibt. Im Bereich Forschung und Entwicklung liegen die Gehälter in vielen Fällen höher als in der Produktion. Wer einen groben Anhaltspunkt für Gehaltsverhandlungen braucht, sollte sich an den Gehältern seines Funktionsbereiches orientieren: für Aufgaben in der Produktion und Verfahrenstechnologie, oder für Tätigkeiten im Vertrieb und Marketing.  Da viele Absolventen das Studium als Bachelor of Engineering abschließen, ist es ebenso sinnvoll, sich am Einstiegsgehalt von Ingenieuren zu orientieren. Danach liegen die Werte zwischen 36.000 und 51.000 Euro (VDI Nachrichten 2014).
 
 

Christiane Siemann, Journalistin 
Keywords: Food Chain Management | Getränkeindustrie | Lebensmittelbranche | Lebensmittelindustrie | Lebensmitteltechnologie

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