Agrartechnik

Der Begriff Agrartechnik oder Landtechnik bezeichnet alle in der Land- und Forstwirtschaft eingesetzten technischen Geräte, die dazugehörige Sensorik und den Wirtschaftszweig, der sich mit der Herstellung, dem Vertrieb und dem Service dieser Landtechnik-Geräte befasst. Landtechnik können stationäre oder mobile Landmaschinen sein, sowie Ausrüstungsgüter der so genannten Hofinnenwirtschaft. Dazu zählen Melkmaschine, Fütterungstechnik, Filteranlagen.

Hersteller von Agrartechnik sind beispielsweise der Konzern AGCO mit seinen Kernmarken Challenger, Fendt, Massey Ferguson, Valtra und GSI oder der Konzern CNH mit seinen Marken Case, New Holland und Steyr. Weitere Firmen der Branche sind John Deere, Claas und Same-Deutz-Fahr. Neben Traktoren und Mähdreschern produzieren und vertreiben die Unternehmen auch Feldhäcksler, Mähwerke, Schwader und Ballenpressen.

AMAZONE, Lemken oder Horsch sind eher bekannt für Anbaugeräte, aber nicht nur. Zu ihrem Produktportfolio zählen unter anderem Düngestreuer, Scheibeneggen, Grubber, Sämaschinen und Pflanzenschutzgeräte (auch selbstfahrend).

Nicht nur wer Zuckerrüben anbaut, kennt das Unternehmen Holmer, welches für die Agrartechnik im Rübenanbau bekannt ist: Rübenroder und -reinigungslader.

Auch zur Landtechnik zählen – in der heutigen Zeit der Digitalisierung – Softwaren. Sie sollen dem Landwirt die Betriebsführung und Dokumentationspflicht erleichtern oder auf unentdeckte Potenziale aufmerksam machen. Beispielsweise bietet die Firma 365Farmnet eine solche Software an.

Im Sektor Agrartechnik findet neben der Herstellung auch die Reparatur der Landtechnik eine große Bedeutung. Daher ist ein bedeutender Beruf der Landmaschinenmechaniker. Landmaschinenmechaniker werden nicht nur in der Produktion der Maschinen eingesetzt. Nein, sie übernehmen auch den Umbau, die Wartung, den Service und die Reparatur der Geräte. So gut wie jede Maschine hat Verschleißteile, die von Zeit zu Zeit erneuert werden müssen. Darum kümmert sich der Landmaschinenmechaniker.