Schoko-Deko selbst in 3D drucken: Freisinger Start-Up zeigt, wie es geht

Teresa, kannst du uns den „Procusini“ und den „mycusini“ kurz vorstellen? Was ist der wesentliche Unterschied zwischen den beiden 3D-Druckern für Lebensmittel?

Der Procusini ist das große Gerät für die Profis in den Catering Küchen und Hotels. Mit dem Procusini lassen sich verschiedenste Lebensmittel in Form bringen, darunter Schokolade, Marzipan und Pastateig aber auch Keksteige und Kräuterbutter.


Der mycusini ist ein kleiner 3D-Choco-Drucker für jedes Zuhause. Kleiner als eine Kaffeemaschine passt er in jede Küche und auch der Preis von nur 339 € macht ihn zu einem super Küchen-Gadget!

Was muss ich tun, wenn ich mit dem Procusini/mycusini z. Bsp. einen kleinen Schokoladenbecher in Herzform drucken möchte?

Der mycusini zeichnet sich durch seine kinderleichte Bedienung und die über 1000 Vorlagen aus, welche direkt über den Bildschirm ausgewählt und in Choco gestartet werden können. Dort kannst du dir also den gewünschten Herzbecher einfach auswählen.

Wie und wann kamt ihr auf die Idee, Lebensmittel in 3D zu drucken?

Wir sind eine Ausgründung der Hochschule Weihenstephan. Im Rahmen eines Forschungsprojektes hatten wir die Idee des 3D Lebensmitteldruckers. Im Mai 2014 gründeten wir die Print2Taste GmbH. Damit war dann der Grundstein gelegt.

Das Team von Print2Taste
Das Team von Print2Taste ist von vier auf zehn Beteiligte gewachsen. © Procusini

Ihr liefert den mycusini auch ins Ausland – wo boomt das Gerät derzeit?

Den größten Hype haben wir momentan in Spanien aber natürlich hat der mycusini auch in Deutschland, unserem größten Markt, zahlreiche Fans.

Ihr seid derzeit zu viert, richtig? – was habt ihr studiert/gelernt und wer übernimmt jetzt welche Aufgaben?

Wir sind mittlerweile zu zehnt. Zu viert haben wir das Projekt „mycusini“ gestartet. Dieses haben wir neben unseren sonstigen Aufgaben entwickelt und zum Leben erweckt. Nun arbeitet das gesamte Team daran, beide Geräte international zu vertreiben und stetig weiterzuentwickeln.

Inwiefern habt ihr die Corona-Pandemie beim Absatz eurer Produkte gespürt?

Im April waren die Leute schon in irgendwie in Schockstarre und wir hatten geringere Umsätze. Ab Mai ging es dann vor allem mit mycusini schnell wieder bergauf. Wir sind trotz Corona sehr zufrieden mit diesem Jahr und konnten auch unsere Entwicklungen vorantreiben.

Was sind eure weiteren Pläne – falls du das verraten darfst?

Wir launchen im Dezember noch unseren neuen Procusini 5.0. Dieser hat nun auch ein Display, um direkt am Gerät bedient werden zu können. Das ist natürlich nur eine der Neuerungen des neuen Procusinis…

Was ist dein Tipp an junge Gründer?

Wenn ihr eine tolle Idee habt, dann versucht es einfach! Man kann jederzeit zurück aus der Selbstständigkeit aber vielleicht wollt ihr das dann auch überhaupt nicht mehr…

Mehr Informationen zum procusini und zum mycusini findest du auf: www.procusini.com und www.mycusini.com.


Interview: Maya Rychlik


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