Bei der Ernte helfen und Credit Points kassieren

Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) bietet seit diesem Sommersemester drei neue Praxismodule für ihre Studierenden an. Damit will die Fachhochschule den Landwirten während der Corona-Krise helfen. So heißen die neuen Module.

Die Fakultät für Landwirtschaft an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) am Campus in Freising.


„Arbeiten und studieren für die Ernte“

Rund 400.000 Erntehelfer fehlen den deutschen Landwirten aufgrund der Einreisebeschränkungen wegen der Corona-Pandemie. Gleichzeitig bleiben viele Schulen und Unis geschlossen und die jungen Leute möchten helfen. Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) will ab diesem Semester beide Seiten zusammenbringen. Daher bietet sie drei neue Praxismodule mit dem Thema „Arbeiten und studieren für die Ernte“ an.

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Während dem Studium bei der Ernte helfen kann sich lohnen.

Mitanpacken und Credit Points kassieren  

Studierende können künftig in landwirtschaftlichen Betrieben, aber auch im Gesundheits- und Lebensmittelbereich mithelfen und sich dafür Credit Points anrechnen lassen. Außerdem wird die Teilnahme in den Abschlusszeugnissen vermerkt. So heißen die neuen Module:

  • „Arbeitsorganisation und Erntehilfe in Krisenzeiten“
  • „Landwirtschaftliche Betriebsorganisation in Krisenzeiten“
  • „Unternehmensorganisation in systemrelevanten Branchen in Krisenzeiten“

„Unsere praxisorientierten und praxiserfahrenen Studierenden können die Betriebe in diesen schwierigen Zeiten effektiv unterstützen“, sagt Studiendekan Prof. Dr. Martin Spreidler. Viele helfen bereits ehrenamtlich, nun wird die Hilfe von der HSWT anerkannt, so der Professor für Landwirtschaftliche Betriebslehre.

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Durch die neuen Praxismodule schulen die Studenten ihr Gespür für betriebliche Organisation.

Region unterstützen und fachliche Kompetenzen erweitern

Die Tätigkeit in systemrelevanten Betrieben und die konkrete betriebliche Problemsituation soll das Gespür der Studenten für Organisationsaufgaben schulen. Studierende dieser Fachrichtungen können sich die Hilfe anrechnen lassen:

„Das Interesse der Studierenden am Angebot sei groß“, sagt Spreidler. Auf den Betrieben müssten natürlich die üblichen Corona-Hygienemaßnahmen eingehalten werden. Die HSWT orientiert sich dabei an dem Partner-Programm des Bayerischen Landwirtschaftsministeriums „Arbeiten für die Ernte“, einer Initiative, die „Das Land hilft“ gleicht.

Autor: Maya Rychlik
Bildquellen: HSWT, Adobestock, imago

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