Weiterbildungsmöglichkeiten für Landwirtinnen und Landwirte: Diese 4 Möglichkeiten gibt es

Durch Weiterbildungen erhältst du bessere Aufstiegschancen. Denn du erlernst neue Kompetenzen, die nicht nur zur Festigung deiner Position im Unternehmen dienen, sondern dir auch Zugang zu neuen Aufgabenbereichen bieten. Damit sicherst du dir die Möglichkeit auf zukünftige höhere Positionen mit Leitungsfunktionen. Wir zeigen dir vier Weiterbildungsmöglichkeiten in der grünen Branche, die dir diese Chancen bieten.

Weiterbildung: Staatlich geprüfter Wirtschafter – Landwirtschaftsmeister

Nach einer Weiterbildung zum Landwirtschaftsmeister wirst du Fach- und Führungsaufgaben auf einem landwirtschaftlichen Betrieb übernehmen. Das Fachwissen, welches du in der Ausbildung gesammelt hast, wird weiter vertieft. Du wirst lernen, Entscheidungen bzgl. Mitarbeitern und Betrieb zu treffen und betriebswirtschaftlich zu handeln. Außerdem kannst du selbst angehende Landwirtinnen und Landwirte ausbilden und sie in der Lehrzeit unterstützen, so wie du vorher von Deinem Ausbilder gefördert wurdest.

Weiterbildung für Landwirtinnen und Landwirte – Agrarbetriebswirt
Die Meisterfortbildung bringt viel Praxiserfahrung mit sich (stock.adobe.com/cherryandbees)

Welche Anforderungen solltest du für die Weiterbildung zum Landwirtschaftsmeister erfüllen?

Hast du deine Ausbildung zum Landwirt beendet und bereits 2 Jahre Praxiserfahrung in Deinem Beruf gesammelt? Dann sind das beste Voraussetzungen für die Meisterfortbildung. Aber das ist nicht der einzige Weg zum Landwirtschaftsmeister.

Ebenso qualifizierst du dich mit einer abgeschlossenen Ausbildung in einem landwirtschaftlichen Beruf, beispielsweise Tierwirt, Forstwirt oder Gärtner und drei Jahren Berufserfahrung für die Prüfung zum Meister der Landwirtschaft.

Selbst ohne Ausbildung ist die Meisterprüfung möglich, wenn du mindestens fünf Jahre Berufspraxis in der Landwirtschaft gesammelt hast.

Welche Kosten fallen für die Weiterbildung an?

Die Meisterprüfung ist mit Kosten ca. 900 und 1.000 € verbunden. Die Ausbildungskosten variieren je nach Bundesland und Ausbildungsstätte.

Wie läuft die Ausbildung zum Landwirtschaftsmeister ab?

Jedes Bundesland bzw. jede Ausbildungsschule gestaltet sich die Meisterfortbildung anders. Die Weiterbildung zum Landwirtschaftsmeister erfolgt zum Beispiel an einer Landwirtschaftsschule, an einer Fachschule für ökologischen Landbau oder an einer Fachschule für Agrarwirtschaft. Der Unterricht findet in der Regel im Blockunterricht und hauptsächlich in den Wintermonaten statt, sodass du dich problemlos berufsbegleitend fortbilden kannst.

Die Ausbildungszeit beträgt insgesamt 2 Jahre. Auf dem Weg zum Landwirtschaftsmeister sind neben dem Besuch des Unterrichts sowohl Projekte als auch Prüfungen abzuleisten.
Nach erfolgreich abgeschlossener Meisterfortbildung darfst du die Berufsbezeichnung „Staatlich geprüfter Wirtschafter“ tragen.

Welche Lerninhalte erwarten dich in der Weiterbildung?

  • Produktions- und Verfahrenstechnik
  • Betriebs- und Unternehmensführung
  • Berufsausbildung und Mitarbeiterführung

Landwirt werden: Infos rund um den Beruf

Der Beruf des Landwirts weckt Interesse in dir? Hier erfährst du, wie du ein Landwirt werden kannst.

Weiterbildung: Staatlich geprüfter Agrarbetriebswirt

Du bekommst immer noch nicht genug von der Weiterbildung? Dann intensiviere Dein Wissen und lass dich zum staatlich geprüften Agrarbetriebswirt ausbilden.
Nach der Weiterbildung solltest du nicht nur in der Lage sein, einen landwirtschaftlichen Betrieb zu führen, sondern du hast auch die Möglichkeit, eine Führungsposition in einem Unternehmen der grünen Branche zu übernehmen.

Weiterbildung für Landwirtinnen und Landwirte – Agrarbetriebswirt
Die Weiterbildung ermöglicht dir Führungspositionen zu übernehmen (stock.adobe.com/StockMediaProduction)

Welche Anforderungen solltest du für die Weiterbildung erfüllen?

Je nachdem wo du die Weiterbildung machen willst, unterscheiden sich auch hier die Anforderungen. In Bayern und Nordrhein-Westfalen solltest du beispielsweise die Ausbildung zum Landwirt oder in einem anderen landwirtschaftlichen Beruf absolviert haben, dich bereits zum staatlich geprüften Wirtschafter (Meisterfortbildung) weitergebildet haben und mindestens ein Jahr Berufserfahrung mitbringen. In Mecklenburg-Vorpommern wird zusätzlich ein Realschulabschluss vorausgesetzt.

Welche Kosten fallen für die Weiterbildung zum Agrarbetriebswirt an?

Für diese Weiterbildung wird in der Regel kein Schul- oder Lehrmittelgeld erhoben. Es können lediglich Gebühren für Exkursionen und Arbeitsmaterialien anfallen.

Wie läuft die Ausbildung zum Agrarbetriebswirt ab?

In Nordrhein-Westfalen wir die Weiterbildung von Fachschulen für Agrarwirtschaft und in Bayern an Staatlich Höheren Landbauschulen angeboten. Aufbauend auf die Lernziele der Meisterfortbildung, liegt hier der Fokus noch mehr auf kaufmännischen und arbeitspädagogischen Inhalten. Die schulische Ausbildung dauert je nach Bundesland ein bis drei Jahre und wird in der Regel in Vollzeit absolviert.

Legst du in deiner Fortbildungszeit bestimmte Zusatzprüfungen ab, so hast du die Chance auf die Fachhochschulreife und die Ausbildereignung.

Welche Lehrinhalte erwarten dich?

Unternehmerpersönlichkeit:

  • Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
  • Informationsmanagement
  • Politik und Gesellschaft

Unternehmensführung:

  • Betriebswirtschaft und Finanzmanagement
  • Steuern und Recht
  • Wirtschaft und Agrarmärkte
  • Produktion und Betriebsführung
Weiterbildung für Landwirtinnen und Landwirte – Agrarbetriebswirt
Staatlich geprüfte Techniker sind essenziell für die Landbau Branche (stock.adobe.com/Image’in)

Weiterbildung: Staatlich geprüfter Techniker für Landbau

Welche Anforderungen solltest du für die Weiterbildung erfüllen?

Zum Techniker kannst du dich entweder als ausgebildeter Landwirt oder nach der abgeschlossenen Ausbildung in einem anderen Agrarberuf (z. B. Gärtner, Pferdewirt oder Fachkraft Agrarservice usw.) weiterbilden lassen. Neben der abgeschlossenen Ausbildung wird mindestens ein Jahr Berufserfahrung vorausgesetzt.

Welche Kosten fallen für die Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker an?

Du musst für diese Weiterbildung kein Schul- oder Lehrmittelgeld bezahlen. Falls du an Besichtigungen oder Lehrfahrten teilnimmst, können Kosten auf dich zukommen.

Wie läuft die Ausbildung ab?

Auch bei dieser Weiterbildung gibt es Unterschiede je nach Bundesland. An Technikerschulen wirst du beispielsweise in Bayern ein Vollzeit-Schuljahr ausgebildet. In Sachsen kannst du dich an landwirtschaftlichen Fachschulen entweder in einem gelenkten Praktikum (Dauer: 1 Jahr Vollzeit), in einer berufstheoretischen Ausbildung (Dauer: 2 Jahre Vollzeit) oder im Wintermodell (Dauer: 3 Wintersemester) zum/r Techniker/in weiterbilden lassen.

Welche Lerninhalte erwarten dich?

  • Allgemeinbildung
  • Technik der landwirtschaftlichen Erzeugung
  • Dienstleistung und Unternehmensführung

Weiterbildung: Fachagrarwirt – Qualifikation für Spezialgebiete

Ist Dir der Beruf Landwirt zu allgemein? Hast du dein Interesse für ein bestimmtes Themengebiet entdeckt? Dann ist die Fortbildung zum Fachagrarwirt das Richtige für dich. Hier wird Dir Wissen zu einem speziellen Fachgebiet vermittelt, sodass du eine neue Berufsqualifikation erlangst: Fachagrarwirt.

Welche Fachrichtungen gibt es?

Hier findest du einige Beispiele, in welchen Gebieten du dich spezialisieren kannst:

  • Baumpflege und Baumsanierung
  • Besamungswesen
  • Erneuerbare Energien – Biomasse
  • Rechnungswesen
  • Golfplatzpflege – Greenkeeper
  • Head-Greenkeeper
  • Sportplatzpflege
  • Natur- und Landschaftspflege
  • Hufbeschlagschmiede
  • Klauenpflege

Welche Anforderungen solltest du für die Weiterbildung erfüllen ?

Je nach Fachrichtung unterscheiden sich die Voraussetzungen für diese Weiterbildung. du solltest auf jeden Fall eine abgeschlossene Ausbildung als Landwirt oder in einem anderen landwirtschaftlichen Beruf haben. Dazu kommt eine Berufserfahrung von bis zu 3 Jahren und der Nachweis diverserer Praktika (z. B. bei Besamungswesen in der Besamungsstation).

Welche Kosten fallen an?

Diese Weiterbildung ist mit Kosten verbunden, die je nach Fachrichtung und Bundesland schwanken. Zu einer Prüfungsgebühr, die ca. 200 und 1.000 € betragen kann, kommen Lehrgangskosten zwischen 2.000 € und 7.000 €.

Bist du bei einem Unternehmen oder Betrieb angestellt, kann es sein, dass dein Arbeitgeber die Kosten für diese Weiterbildung übernimmt. Denn auch für ihn ist dein Zusatzwissen ein Gewinn.

Wie läuft die Ausbildung zum Fachagrarwirt ab?

Je nachdem welche Fachrichtung du auswählst und in welchem Bundesland du deine Weiterbildung absolvieren wirst, kann der Ablauf und die Dauer (zwischen 4 und 40 Wochen) variieren. Üblicherweise werden theoretische Unterrichtswochen mit Praxiswochen kombiniert.


Du interessierst dich für grüne Berufsbilder und willst mehr über sie erfahren? Hier haben wir spannende und informative Artikel, die dich rund um das Thema belehren.

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