Was macht ein Meeresbiologe?

Die Weltmeere bedecken rund 70 Prozent unserer Erdoberfläche und sind trotzdem noch nicht vollständig erforscht. Wenn dich der weite Ozean und all seine Bewohner also neugierig machen, ist der Beruf des Meeresbiologen etwas für dich. Hier kannst du abtauchen und wortwörtlich in deiner Leidenschaft versinken.

In unserem Artikel beantworten wir dir alle Fragen über dieses außergewöhnliche Berufsbild!

Steckbrief zum Berufsbild Meeresbiologe

Berufstyp:Hochschulberuf
Ausbildungsart:Studium
Studiendauer:ca. 6-8 Semester also 3 Jahre für den Bachelorabschluss plus
ca. 2-4 Semester also 1 bis 2 Jahre für den Masterabschluss
Lernorte:Hochschulen; Universitäten
Vergütung:tarifliches Gehalt: 4.560 € bis 6.179 € brutto/Monat

Was macht ein Meeresbiologe?

Als Meeresbiologe analysierst und erforschst du Mikroorganismen, Pflanzen sowie verschiedene Lebewesen in maritimen Lebensräumen. Du wirst aber nicht nur direkt am und im Meer arbeiten, sondern auch viel Zeit im Labor und bei der wissenschaftlichen Arbeit verbringen. Außerdem begibst du dich auf die Suche nach unerforschtem Leben und trägst zum Wohl von maritimer Flora und Fauna bei.

Auch Exkursionen zur Ostsee, den karibischen Inseln oder dem Mittelmeer gehören zu deinem Alltag. Dort wirst du den Tierbestand von vom Aussterben bedrohten Tierarten messen, Nährstoffkreisläufe des Ozeans festhalten und sogenannte Trophieebenen erforschen.

Video: Der Alltag des Forschungstaucher Uli Kunz

Uli Kunz verrät dir im Video, ob seine Arbeit als Meeresbiologie tatsächlich ein Superjob ist, welche Tiere ihn am meisten begeistern und welche Voraussetzungen du am besten für den Beruf mitbringst.

Wie wird man Meeresbiologe?

Persönliche Voraussetzungen: Interesse am Ökosystem Meer

Selbstverständlich ist dein Interesse am Ökosystem Meer eine Hauptvoraussetzung. Außerdem benötigst du ein technisches sowie mathematisches Grundverständnis, da du viel mit Tauchrobotern oder auch Messsonden zu tun haben wirst. Auf deinen Exkursionen musst du Teamfähigkeit und deine Selbstständigkeit bei Tauchgängen und anderen Projekten beweisen.

Akademische Voraussetzungen: abgeschlossenes Studium

Um Meeresbiologe zu werden, musst du ein Studium an einer Hochschule oder Universität absolviert haben. Bei dem Studienfach Meeresbiologie handelt es sich um ein Zweitstudium. Das bedeutet, dass du zunächst ein anderes Fach, wie zum Beispiel Biologie oder Chemie, im Hauptfach studieren musst. Je nachdem wie gut du bei deinem Erststudium abschneidest, erhöhen sich deine Chancen auf einen Studienplatz für Meeresbiologie.

Ein duales Studium sowie eine direkte Ausbildung sind nicht möglich. Du kannst alternativ aber eine Ausbildung zum Biologielaboranten absolvieren und dir anrechnen lassen.

Was macht eine Biologielaborantin?

Lies in unserem Artikel alles rund um den Ausbildungsberuf Biologielaborantin beziehungsweise Biologielaborant und erfahre, was ein Biologielaborant macht!

Diese Hochschulen bieten den Masterstudiengang „Meeresbiologie“ an

Verwandte Bachelor-Studiengänge:

arbeit im Labor als Meeresbiologe
Als Meeresbiologe verbringst du nicht nur Zeit am Wasser, sondern arbeitest auch viel im Labor (© stock.adobe.com/ motortion)

Gehalt: Was verdienst du als Meeresbiologe?

Rund 50 bis 75 Prozent der Studierenden schließen dem Masterstudiengang eine Promotion an und sind somit hoch qualifiziert. Als Absolvent eines Masterstudiengangs ohne Promotion sind deine Bewerbungschancen und auch deine Verdienstmöglichkeiten eher gering. Zwischen 1900 € und 2400 € brutto monatlich solltest du als Einstiegsgehalt für Meeresbiologen mit Masterabschluss erwarten können.

Solltest du promovieren, folgen oft PhD-Stellen; dort schwankt dein Gehalt oft zwischen 3000 € und 4000 € brutto monatlich. Hier hängt dein Verdienst als Meeresbiologe vor allem davon ab, an welchem Institut oder in welcher Einrichtung du arbeitest oder forschst.

Wo kannst du überall als Meeresbiologe arbeiten?

Je nach deinen Vorlieben kannst du im Umweltschutz, in der Forschung oder in der Entwicklung tätig sein. Du hast die Möglichkeit, an Hochschulen und Instituten zu arbeiten. Deine Arbeit wird auch bei Umweltorganisationen oder Behörden oder in der Fischerei benötigt. Zusätzlich kannst du in Aquarien und Zoos arbeiten und bist für die Pflege des Bestandes und für die Wasserqualität verantwortlich.

Als forschender Meeresbiologe bist du jedoch viel unterwegs. Du würdest häufig Zeit auf Forschungsschiffen verbringen und meist jahrelang bei einem Projekt verweilen.

Schließlich beschäftigen Verlage ebenfalls Meeresbiologen, zum Beispiel für das Schreiben von Artikeln oder der Konzeption von Magazinen.


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