Steuerberater in der Landwirtschaft

Verhandlungen im Team

Landwirtschaftliche Betriebe haben spezielle Bedürfnisse in der Steuerberatung, da hier andere Rahmenbedingungen gegeben sind. Das fängt beispielsweise beim Wirtschaftsjahr an, das bei einem Agrarbetrieb nicht zum 1. Januar beginnt, sondern in der Regel zum 1. Juli. Deshalb muss eine Steuerkanzlei die besondere Sachkunde „landwirtschaftliche Buchstelle“ vorweisen, um diese Unternehmen beraten zu dürfen. Dabei ist ein landwirtschaftlicher Hintergrund der Steuerberater vorteilhaft, um die Fragestellungen der Betriebe besser nachvollziehen zu können.

Doch was sind die klassischen Leistungen eines Steuerberaters in der Landwirtschaft? Folgende Bereiche gibt es:

  • Buchführung
  • Steuerberatung
  • Finanz-/Wirtschaftsberatung
  • Gründungs- und Nachfolgefragen
  • Unternehmensanalyse

Gehalt

Als Steuerberater sind gute Karrierechancen gegeben. Während Berufseinsteiger ca. 4.000 Euro brutto pro Monat verdienen, können es bei erfahrenen Steuerberatern (10-15 Jahre) schon gut 8.000 Euro sein. Aber Vorsicht: Die genannten Zahlen sind nur eine grobe Richtung, da das Gehalt von mehreren Faktoren abhängt, wie z.B. der Region oder auch dem persönlichen Verhandlungsgeschick.

Viele Wege führen nach Rom – so auch beim Weg zum Steuerberater. Bei diesem Beruf gibt es nämlich verschiedenste Möglichkeiten, um sein Ziel zu erreichen. Wir zeigen Dir heute drei gängige Wege, um Steuerberater zu werden.

1. Ausbildung

Eine Möglichkeit für alle, die nach dem Schulabschluss nicht studieren, sondern eine Ausbildung machen möchten. Um trotzdem Deinem Ziel näher zu kommen, solltest Du eine Ausbildung zum Steuerfachangestellten absolvieren. Danach musst Du zehn Jahre Berufserfahrung vorweisen, um für die Steuerberaterprüfung zugelassen werden zu können.

Hier hast Du noch die Möglichkeit, die geforderte Berufspraxis auf sieben Jahre zu verkürzen, wenn Du Dich zum Steuerfachwirt weiterbilden lässt.

2. Studium

Du hast Dein Abitur absolviert und möchtest nun ein wirtschafts- oder rechtswissenschaftliches Studium absolvieren? Perfekte Voraussetzungen, um Steuerberater zu werden. Mögliche Studiengänge sind hier beispielsweise:

  • Betriebswirtschaftslehre
  • Volkswirtschaftslehre
  • Wirtschaftswissenschaften
  • Rechtswissenschaften
  • Wirtschaftsrecht
  • Hochschulstudium mit wirtschaftswissenschaftlicher Fachrichtung, z.B. Wirtschaftsingenieurwesen Agrarmarketing und Management
  • Studiengänge, die speziell auf das Steuerwesen ausgerichtet sind wie z.B. Steuerlehre oder Finance & Controlling

Wenn Du den Bachelor in einem der genannten Fächer bereits absolviert hast, musst Du nur noch drei Jahre Berufserfahrung sammeln, um zur Steuerberaterprüfung zugelassen zu werden.

Durch das Absolvieren eines Masterstudiengangs (z.B. Master of Taxation), kannst du die Berufspraxis auf zwei Jahre verkürzen.

3. Duales Studium

Die beiden genannten Berufswege hören sich für Dich interessant an? Du kannst Dich aber nicht entscheiden? Kein Problem, die Lösung ist ein duales Studium. Hier wird ein akademischer Studiengang (meist Bachelor) mit einer parallelen Tätigkeit in einem Unternehmen verbunden. Diese Tätigkeit kann entweder eine Berufsausbildung oder ein Langzeitpraktikum sein.

Grundvoraussetzung ist allerdings, dass Du belastbar bist. Denn Semesterferien gibt es hier für Dich nicht, Dir stehen lediglich die im Arbeitsvertrag festgelegten Urlaubstage zur Verfügung. Deine Erholungsphasen fallen daher deutlich kürzer aus.

 

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