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Abfindungsanrecht im Kündigungsfall©stock.adobe.com/magele-picture

22.05.2024 Judith Köhler

Abfindung bei Kündigung: Was gilt?

Was ist eine Abfindung? 

Unter einer Abfindung versteht man eine finanzielle Entschädigung, die dir dein Arbeitgeber an dich als Arbeitnehmer zahlt, wenn das Arbeitsverhältnis beendet wird. Meistens geschieht es im Rahmen einer Kündigung oder in Form eines Aufhebungsvertrags. Die Abfindung dient dazu, dich als Arbeitnehmer für den Verlust des Arbeitsplatzes und möglicherweise entgangene Zukunftsaussichten zu entschädigen. Du erhältst eine festgelegte Geldsumme von deinem Arbeitgeber, die dazu dienen soll deine finanzielle Lage zu überbrücken, bis du einen neuen Job gefunden hast.

Hast du ein Anrecht auf eine Abfindung bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses? 

Grundsätzlich ist dein Arbeitgeber erst einmal nicht verpflichtet, dir eine Abfindung zu zahlen. Somit hast du kein generelles Anrecht auf eine Abfindung bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses. In den meisten Ländern gibt es keine generelle gesetzliche Verpflichtung für Arbeitgeber, eine Abfindung an dich als Arbeitnehmer zu zahlen, es sei denn, dies ist ausdrücklich gesetzlich vorgeschrieben oder vertraglich vereinbart

Das bedeutet, dass Arbeitgeber normalerweise nicht dazu verpflichtet sind, eine Abfindung zu zahlen, wenn das Arbeitsverhältnis endet. Dein Recht auf eine Abfindung hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich der geltenden Arbeitsgesetze, tarifvertraglichen Vereinbarungen, individuellen Arbeitsverträge und den Umständen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

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VeröffentlichtVeröffentlicht: 25.6.2024
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VeröffentlichtVeröffentlicht: 25.6.2024
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Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, um ein Anrecht auf eine Abfindung zu haben?

Dein Anrecht auf eine Abfindung hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Grundsätzlich ist es wichtig zu beachten, dass die Frage, ob dir eine Abfindung zusteht oder nicht, von den spezifischen Umständen deiner eigenen Arbeitsbeziehung, den geltenden Arbeitsgesetzen in deinem (Bundes-)Land und den Bedingungen deines Arbeitsvertrags abhängen kann. Wenn du dir damit noch unsicher bist, kannst du dich jederzeit an einen Rechtsanwalt wenden oder eine Arbeitsrechtsberatung in Anspruch nehmen, um deine Rechte und Optionen zu klären. 

Wir haben für dich einige Gründe gesammelt, unter denen dir eine Abfindung zusteht: 

  • Die Gesetzliche Regelungen: In einigen Ländern oder Rechtsordnungen gibt es spezifische gesetzliche Bestimmungen, die Arbeitgeber dazu verpflichten, eine Abfindung in bestimmten Situationen zu zahlen. Dies könnte z. B. für Massenentlassungen innerhalb des Unternehmens oder für betriebsbedingte Kündigungen und Firmenschließungen gelten. Es ist wichtig, die geltenden Arbeitsgesetze in deinem Land zu überprüfen, um festzustellen, ob dein Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet ist, dir eine Abfindung zu zahlen.
  • Die Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen: Wenn du unter einen Tarifvertrag oder eine Betriebsvereinbarung fällst, können darin spezifische Regelungen zur Zahlung von Abfindungen im Falle einer Beendigung des Arbeitsverhältnisses enthalten sein. Diese Vereinbarungen können variieren und sollten im Detail geprüft werden.
  • Die Individuellen Vereinbarungen: In einigen Fällen können Arbeitnehmer eine Abfindung als Teil eines Aufhebungsvertrags oder einer einvernehmlichen Kündigung mit dem Arbeitgeber aushandeln. Die Bedingungen für solche Vereinbarungen können individuell verhandelt werden und hängen von den jeweiligen Umständen ab.

Was ist ein Aufhebungsvertrag?

Innerhalb eines Unternehmens gibt es verschiedene Verträge und Kündigungsformen. Wir stellen den Aufhebungsvertrag vor!


Wie kann ich eine Abfindung berechnen? 

Die Berechnung einer Abfindung kann je nach deinen geltenden Arbeitsgesetzen, tarifvertraglichen Vereinbarungen oder individuellen Vereinbarungen zwischen Arbeitgeber und dir als Arbeitnehmer variieren. Im Allgemeinen gibt es jedoch bestimmte Faktoren und Methoden, die bei der Berechnung einer Abfindung berücksichtigt werden können. Wir haben einige Schritte gesammelt, die du berücksichtigen kannst, für deine Überlegungen zur Berechnung deiner Abfindung:

  • Deinen Arbeitsvertrag prüfen: Überprüfe deinen Arbeitsvertrag, um festzustellen, ob darin spezifische Regelungen zur Berechnung einer Abfindung im Falle einer Beendigung des Arbeitsverhältnisses enthalten sind. Manchmal enthalten Arbeitsverträge oder Betriebsvereinbarungen spezifische Formeln oder Richtlinien zur Berechnung der Abfindung.
  • Die Gesetzliche Regelungen prüfen: Überprüfe die geltenden Arbeitsgesetze in deinem Land, um festzustellen, ob es gesetzliche Vorschriften zur Berechnung von Abfindungen gibt. Einige Länder haben spezifische Regelungen für Abfindungen in bestimmten Situationen wie Massenentlassungen oder betriebsbedingten Kündigungen.
  • Die Höhe deiner Abfindung: Die Höhe der Abfindung kann von verschiedenen Faktoren abhängen, einschließlich deiner Betriebszugehörigkeit, deinem monatlichen oder jährlichen Gehalt sowie den Umständen der Beendigung deines Arbeitsverhältnisses. In einigen Fällen wird die Abfindung als bestimmter Prozentsatz des durchschnittlichen Monatsgehalts pro Beschäftigungsjahr berechnet.
  • Verhandlungen: Wenn du eine Abfindung als Teil einer einvernehmlichen Kündigung oder eines Aufhebungsvertrags verhandelst, können die Bedingungen und die Höhe der Abfindung individuell ausgehandelt werden. Du kannst versuchen, mit deinem Arbeitgeber über die Abfindungshöhe zu verhandeln, basierend auf deinen eigenen Umständen und Bedürfnissen.
  • Die Rechtliche Beratung: Wenn du dir noch immer unsicher bist, wie du deine persönliche Abfindung berechnen sollst oder welche rechtlichen Ansprüche du hast, empfiehlt es sich, sich an einen Rechtsanwalt oder eine Arbeitsrechtsberatung zu wenden. Ein Anwalt kann dir helfen, deine rechtlichen Rechte zu verstehen und dir bei Verhandlungen oder rechtlichen Schritten im Zusammenhang mit deiner Abfindung zu unterstützen.
Steht dir eine Abfindung im Kündigungsfall zu?
©stock.adobe.com/MQ-Illustrations

Muss ich eine Abfindung versteuern? 

Ja, du musst eine Abfindung versteuern! Die steuerliche Behandlung deiner Abfindung hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich der Höhe deiner Abfindung und der Steuerklasse. Wir haben einige zu beachtende Punkte zur steuerlichen Behandlung von deiner Abfindungen gesammelt:

  • Die Einkommensteuer: In vielen Ländern unterliegen Abfindungen der Einkommensteuer. Das bedeutet, dass die erhaltenen Abfindungszahlungen als Einkommen betrachtet werden und entsprechend besteuert werden können. Die Höhe der Steuer hängt von der Höhe deiner Abfindung und den steuerlichen Freibeträgen oder -sätzen ab, die in deinem Land gelten.
    In der Steuererklärung musst du die Abfindung als außerordentliche Einkünfte angeben.
  • Steuerfreibetrag: In einigen Ländern gibt es bestimmte steuerliche Freibeträge oder Vergünstigungen für Abfindungen. Das bedeutet, dass möglicherweise nur ein Teil der Abfindung steuerpflichtig ist oder dass du einen bestimmten Betrag steuerfrei erhalten können.

Wie kann ich die Besteuerung meiner Abfindung berechnen?

Die Besteuerung deiner Abfindung wird vom Finanzamt berechnet. Folgendermaßen kommt eine Berechnung zustande:

  • Zunächst wird die Einkommensteuer für das zu versteuernde Einkommen ohne deine Abfindung berechnet
  • Ein Fünftel deiner Abfindung auf das zu versteuernde Einkommen wird danach draufgeschlagen und die Steuer wird im Anschluss erneut ermittelt
  • Der Unter­schieds­betrag zwischen den beiden Ergeb­nissen wird verfünf­facht und somit ergibt sich die Steuer für deine Abfindung
  • Deine insgesamt zu zahlende Einkommensteuer ergibt sich aus der Steuer für die Abfindung und der Steuer auf dein ursprüng­liches Einkommen

Diese begüns­tige Berechnungs­formel wendet das Finanzamt für die Berechnung der Besteuerung deiner Abfindung an, wenn du als Abge­fundener deine Steuererklärung beim Finanzamt einreichst. Versteuert dein Arbeit­geber deine Abfindung nach dieser Berechnungsregelung und nicht nach dem üblichen Steu­ersatz – musst du als abgefundene Person eine Steuererklärung abgeben, damit das Finanz­amt den Steuer­abzug prüfen kann.


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