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Brutto vs.  Netto: Unterschiede beim Gehalt einfach erklärt©stock.adobe.com/polkadot

17.06.2024 Judith Köhler

Brutto vs. Netto: Unterschiede beim Gehalt einfach erklärt

Wie kann man Brutto- und Netto-Gehalt definieren? 

Dein Brutto-Gehalt

Definition:

  • Das Brutto-Gehalt ist das gesamte Gehalt, das du als Arbeitnehmer vor Abzug von Steuern und Sozialabgaben verdienst
  • Dieses Gehalt wird jedoch nicht auf dein Konto überwiesen
  • Es umfasst alle Bestandteile des Einkommens, wie Grundgehalt, Überstunden, Boni, Zulagen und andere Vergütungen

Beispiel:

  • Wenn dein Verdienst ein monatliches Gehalt von 3.000 Euro vorsieht, ist dies dein Brutto-Gehalt

Dein Netto-Gehalt

Definition:

  • Das Netto-Gehalt ist der Betrag, der nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben vom Brutto-Gehalt übrig bleibt
  • Dies ist der Betrag, der tatsächlich auf dein Konto überwiesen wird und dir zur freien Verfügung steht

Beispiel:

  • Nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben könnte von einem Brutto-Gehalt von 3.000 Euro beispielsweise ein Netto-Gehalt von 2.000 Euro übrig bleiben

 

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Was ist der Unterschied zwischen Brutto und Netto-Gehalt?

Der Unterschied zwischen Brutto- und Netto-Gehalt ist ein grundlegendes Konzept im Bereich der Gehaltsabrechnung und bezieht sich auf die verschiedenen Phasen der Einkommensverarbeitung, die das Gehalt durchläuft, bevor es dir als Arbeitnehmer zur Verfügung steht. 

Grundsätzlich kannst du dir folgendes merken:

  • Dein Brutto-Gehalt: Gesamtbetrag vor Abzug von Steuern und Sozialabgaben
  • Dein Netto-Gehalt: Betrag nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben, der dem Arbeitnehmer tatsächlich zur Verfügung steht

Das Verständnis des Unterschieds zwischen Brutto- und Netto-Gehalt ist wichtig für deine Finanzplanung und -verwaltung, da das Netto-Gehalt den tatsächlichen verfügbaren Betrag darstellt, mit dem du als Arbeitnehmer deine Lebenshaltungskosten bestreiten muss.

Hauptabzüge vom Brutto-Gehalt

  1. Steuern:
    • Die Einkommensteuer: Abhängig von deinem Einkommen und deinem persönlichen Steuerstatus
    • Die Kirchensteuer: Falls du Mitglied einer Kirche bist, wir dir diese Steuer erhoben
    • Die Solidaritätszuschlag: Ein kleiner Prozentsatz der Einkommensteuer, der zur Finanzierung von Projekten in Ostdeutschland erhoben wird (wird aber seit 2021 für die meisten Arbeitnehmer nicht mehr erhoben)
  2. Sozialabgaben:
    • Die Rentenversicherung: Ein Prozentsatz des Brutto-Gehalts wird zur Rentenversicherung abgezogen
    • Die Krankenversicherung: Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung sind davon abzugeben, der tatsächliche Prozentsatz hängt von deiner Krankenversicherung ab
    • Die Arbeitslosenversicherung: Beiträge zur Absicherung im Falle der Arbeitslosigkeit
    • Die Pflegeversicherung: Beiträge zur Pflegeversicherung für den Fall der Pflegebedürftigkeit

Im Folgenden haben wir für dich eine Beispielrechnung:

Angenommen, du erhältst ein Brutto-Gehalt von 3.000 Euro, könnten deine Abzüge wie folgt aussehen (die genauen Prozentsätze variieren je nach Land und deinen individuellen Umständen):

  • Einkommensteuer: 500 Euro
  • Solidaritätszuschlag: 0 Euro (da oft nur noch für höhere Einkommen)
  • Kirchensteuer: 50 Euro
  • Rentenversicherung: 300 Euro
  • Krankenversicherung: 240 Euro
  • Arbeitslosenversicherung: 40 Euro
  • Pflegeversicherung: 30 Euro

Deinem Brutto-Gehalt von 3.000 Euro werden 1.160 Euro Abzüge abgezogen, übrig bleiben 1.840 Euro als Netto-Gehalt.


Steuerklassen in Deutschland: Überblick und häufige Fragen

Welche Steuerklassen gibt es in Deutschland? Wir klären dich auf.


Wie kann ich mein Netto-Gehalt berechnen? 

Die Berechnung deines Netto-Gehalts erfordert die Kenntnis deines Brutto-Gehalts sowie der anfallenden Steuern und Sozialabgaben. Durch die Abzüge dieser Beträge von deinem Brutto-Gehalt erhältst du dein Netto-Gehalt, also den Betrag, der dir tatsächlich zur Verfügung steht. Wir erklären dir nun schrittweise, wie du dein netto-Gehalt ausrechnen kannst.

1. Brutto-Gehalt ermitteln

  • Dies ist das Gehalt, das in deinem Arbeitsvertrag steht. Zum Beispiel 3.000 Euro monatlich.

2. Steuern und Abgaben berechnen

Die Einkommensteuer

  • Die Einkommensteuer wird auf Basis deines steuerpflichtigen Einkommens und deines hinterlegten Steuersatzes berechnet. Die Steuersätze sind progressiv, das heißt, je mehr du verdienst, desto höher ist der Prozentsatz.
  • In Deutschland wird die Einkommensteuer nach dem Einkommenssteuertarif berechnet, der sich in verschiedenen Steuerklassen unterscheidet. Wenn du deine Steuerklasse kennst, kannst du deinen Einkommensteuersatz ermitteln.

Der Solidaritätszuschlag

  • Der Solidaritätszuschlag beträgt 5,5 % der Einkommensteuer, fällt aber seit 2021 nur noch für höhere Einkommen an.

Die Kirchensteuer

  • Die Kirchensteuer beträgt je nach Bundesland 8 % oder 9 % der Einkommensteuer, wenn du Mitglied einer steuererhebenden Kirche bist.

Die Sozialversicherungsbeiträge

  • Rentenversicherung: Etwas 18,6 % des Bruttoeinkommens, aufgeteilt paritätisch zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber (jeweils 9,3 %). Für dich fallen somit 9,3 % des Brutto-Gehalts weg.
  • Krankenversicherung: Etwa 14,6 % des Bruttoeinkommens, aufgeteilt zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber (jeweils 7,3 %), zuzüglich eines kassenindividuellen Zusatzbeitrags. Für dich fallen somit circa 7,3 % des Brutto-Gehalts weg.
  • Arbeitslosenversicherung: 2,4 % des Bruttoeinkommens, aufgeteilt paritätisch zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber (jeweils 1,2 %). Für dich fallen somit 1,2 % des Brutto-Gehalts weg.
  • Pflegeversicherung: 3,05 % des Bruttoeinkommens, aufgeteilt zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber (jeweils 1,525 %); Kinderlose zahlen einen Zuschlag von 0,35 %. Für dich fallen somit circa 1,525 % des Brutto-Gehalts weg.

3. Berechnungsschritte

Nehmen wir ein Beispiel mit einem Brutto-Gehalt von 3.000 Euro und einem kassenindividuellen Zusatzbeitrag von 1,2 % zur Krankenversicherung: 

Die Sozialversicherungsbeiträge:

  • Rentenversicherung: 3.000 € * 9,3 % = 279 €
  • Krankenversicherung: 3.000 € * 7,3 % = 219 € (Grundbeitrag) + 3.000 € * 0,6 % = 18 € (Zusatzbeitrag) = 237 €
  • Arbeitslosenversicherung: 3.000 € * 1,2 % = 36 €
  • Pflegeversicherung: 3.000 € * 1,525 % = 45,75 €

Gesamtsumme der Sozialversicherungsbeiträge: 279 € + 237 € + 36 € + 45,75 € = 597,75 €

Die Steuern:

Angenommen, die Einkommensteuer beträgt 400 €, der Solidaritätszuschlag 0 € (nicht relevant für dieses Beispiel), und die Kirchensteuer 32 €, werden weitere 432 € an Steuern vom Brutto-Gehalt abgezogen.

Deine Gesamtabzüge:

  • Sozialversicherungsbeiträge: 597,75 €
  • Steuern: 432 €

Gesamtsumme Abzüge: 597,75 € + 432 € = 1.029,75 €

4. Netto-Gehalt berechnen

  • Brutto-Gehalt: 3.000 €
  • Gesamtsumme Abzüge: 1.029,75 €
  • Netto-Gehalt: 3.000 € - 1.029,75 € = 1.970,25 €

5. Verwendung von Gehaltsrechnern

Um die Berechnung deiner genauen Werte für deine persönliche berufliche Situation zu erhalten, kannst du einen sogenannten Online-Gehaltsrechner verwenden. Diese Rechner berücksichtigen alle relevanten Faktoren, einschließlich deiner hinterlegten Steuerklasse, Kinderfreibeträge, Kirchensteuer, und die genauen Prozentsätze der Sozialversicherungsbeiträge.

Merksätze: Wie kann ich mir den Unterschied zwischen Brutto- und Netto-Gehalt merken?

Im folgenden haben wir einige Merksprüche für dich gesammelt, sodass du brutto und netto-Gehalt nicht mehr verwechselst:

  • "Vom Brutto-Gehalt werden brutal viele Steuern abgezogen."
  • "Vom Netto-Gehalt kannst du bei Netto einkaufen gehen."
  • "Am Ende zählt, was übrig bleibt."
  • "Nur, was auf die Hand bleibt, zählt."
  • "Brutto ist nicht gleich Netto."
  • "Netto-Lohn = nett, weil es sich hierbei um den Betrag handelt, den man zum Ausgeben hat"
  • "Netto = Nachher"
  • "Es ist ja brutal was ich verdiene, aber es ist nett, dass ich auch noch was davon bekomme!"
  • "Brutto = brutal viel; Netto = net so viel"

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