Lebenslauf: Tipps zu Aufbau und Inhalt

Dein Lebenslauf gehört zu jeder Bewerbung ebenso dazu wie das überzeugende Bewerbungsschreiben. Doch wie schreibt man einen Lebenslauf und was gehört alles rein?

Mit unseren Tipps zum Aufbau und Inhalt kannst du deinen Lebenslauf erstellen und aktualisieren und glänzt bei der nächsten Online-Bewerbung mit deinen Bewerbungsunterlagen!

Aufbau: Was gehört in einen Lebenslauf?

Wenn du deinen Lebenslauf schreibst und überarbeitest, solltest du darauf achten, dass der Lebenslauf nicht mehr als zwei Din-A4-Seiten umfasst, da er ansonsten unübersichtlich wird. Personaler wollen einen schnellen Überblick über den Bewerber bekommen und nutzen den Lebenslauf häufig als Gedankenstütze in einem Vorstellungsgespräch.

In deinem Lebenslauf sollten folgende Informationen enthalten sein:

  • Persönliche Angaben wie Kontaktdaten und Geburtsdatum
  • für Berufserfahrene: bisherige Stellen und Arbeitgeber
  • Bildung: Schulbildung, Berufsausbildung und Studium
  • sofern vorhanden: Auflistung von Fort- und Weiterbildungen
  • weitere relevante Qualifikationen und Kenntnisse

Achte beim Erstellen des Lebenslaufes darauf, dass du die fünf Kategorien voneinander abgrenzt und die Angaben nicht miteinander vermischst. Das Dokument muss heutzutage nicht mehr chronologisch aufgebaut sein, sondern sinnvoll unterteilt werden. So können Personaler auf einen Blick die wichtigsten Informationen einsehen.

Chronologisch oder antichronologisch: So sollte der Lebenslauf aussehen

Bis vor einigen Jahren konnte man noch frei wählen, ob man den Lebenslauf chronologisch oder antichronologisch aufbauen möchte; also mit der letzten Arbeitsstelle oder dem aktuellen Schul- bzw. Universitätsabschluss anfangen möchte.

Heutzutage ist die üblichste Form eines Lebenslaufes die tabellarische Auflistung in antichronologischer Reihenfolge. Das heißt: Du beginnst hier mit deiner aktuellen Stelle oder deinem aktuellen Ausbildungsberuf oder Studiengang, da diese Information für Personaler am relevantesten ist.

Wer bereits einen oder mehrere Jobs ausgeübt hat, sollte im Lebenslauf pro beruflicher Station jeweils folgende Frage beantworten: Wann hast Du wo gearbeitet und was waren deine Aufgaben?

Übrigens: In sehr seltenen Fällen fordert der Arbeitgeber einen Lebenslauf als Fließtext.

Tipps für den Lebenslauf

  • Der Zeitraum einer beruflichen Station wird in der Regel mit Monats- und Jahresangabe angeführt und muss nicht auf den Tag genau angeben werden.
  • Gib nicht nur den Namen deines Arbeitgebers sondern auch den Ort an, an dem du gearbeitet hast. Internationale und nationale Unternehmen unterhalten meist mehrere Standorte.
  • Gib beim beruflichen Werdegang die genaue Positionsbezeichnung an. Für Personaler macht es einen Unterschied ob du ein Trainee absolvierst oder beispielsweise als Junior, Senior oder Head of angestellt bist.
  • Gib bei deiner bisherigen Berufserfahrung in einigen Stichpunkten deine Hauptaufgaben sowie deinen Verantwortungsbereich an.

Wichtig: Wie du Lücken im Lebenslauf erklärst und korrekt angibst, erfährst du auf agrajo.com.

Ausbildung und Studium – was gehört in den Lebenslauf?

Wenn du während des Studiums mehrere Praktika und Nebensjobs absolviert hast, achte darauf dass du nur berufsrelevante Tätigkeiten auflistet.

Bewirbst du dich beispielsweise auf eine Stelle im Managementbereich eines Agrarunternehmens wie Agravis oder Baywa, solltest du Praktika im Handelsbereich auflisten und betonen deine BWL- und VWL-Kurse aus dem Studium betonten. Wenn du dich als Land- und Baumaschinenmechaniker bei Siloking oder als Versuchsingenieur bei Pöttinger bewirbst, ist es wichtiger, Praktika in technischen Bereichen aufzulisten.

Das Bewerbungsfoto im Lebenslauf: Ja oder nein?

Ein Bewerbungsfoto ist Bestandteil eines Lebenslaufs. Hier gibt es keine offiziellen Regeln – Personaler dürfen auch Personen, die kein Bewerbungsfoto einreichen, nicht aufgrund dessen ablehnen, aber ein professionelles Bewerbungsfoto macht einen guten Eindruck. Zudem prägt sich der Personaler die Bewerbung so besser ein.

Gehe daher zu einem professionellen Fotografen und nimm keinen Urlaubsschnappschuss. Neben das Foto oder in die Kopfzeile des Lebenslaufs gehören zudem persönlichen Daten beziehungsweise Kontaktdaten wie Name, Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse.

Der Beruf der Eltern oder Geschwister und die religiöse Zugehörigkeit sind nicht mehr Bestandteil des Lebenslaufs. Auch die Angabe von Familienstand und Staatsangehörigkeit ist heutzutage freiwillig.

Richte deinen Lebenslauf auf das Stellenangebot aus

Es lohnt sich oftmals den Lebenslauf auf die Stelle auszurichten. Lies hierzu im Vorfeld die Anforderungen in der Stellenausschreibung genau und pass die Berufserfahrung im Lebenslauf daran an. Du kannst hierzu neben den Ausbildungsbetrieb oder die Universität schreiben, welche Themen du dort bearbeitet bzw. welche Kurse du besucht und vertieft hast, wenn dies für die Position Relevanz hat. Liste auch die Aufgaben der Praktika auf, die mit der Stelle etwas zu tun haben, auf die du dich bewirbst.

Lügen darfst du hier jedoch nicht: Spätestens im Gespräch fallen Personalern bewusst beschönigte Angaben auf. Einzelne Schwerpunkte der Ausbildung und Karriere zu betonen, zeugt jedoch davon, dass du dich mit der Stellenbeschreibung auseinandergesetzt hast. Wenn du beispielsweise ein Traineeprogramm durchlaufen hast, kannst du die Abteilung hervorheben, in der du für den künftigen Job besonders viel gelernt haben.

Du willst in einem Handelsunternehmen anfangen? Dann betone imAusbildungsabschnitt Tätigkeiten im Ein- oder Verkauf.

Fähigkeiten und Kenntnisse im Lebenslauf aufzählen

Neben deinen Soft Skills wie beispielsweise Teamfähigkeit und Organisationstalent gehören auch besondere Fähigkeiten in eine Bewerbung. Im Lebenslauf stehen diese unterhalb der Abschnitte Berufserfahrung und Ausbildung.

In diesem Teil des Lebenslaufs geht es um Fähigkeiten wie Fremdsprachenkenntnisse, Computerwissen und den Umgang mit spezieller Software. In Agrarwirtschaftsunternehmen werden beispielsweise auch SAP-Spezialisten gesucht oder Manager, die eine bestimmte Fremdsprache beherrschen, da hier viele Unternehmen international tätig sind.

Wie passen Software und landwirtschaftliches Interesse zusammen? Lies hierzu unser Interview mit einer Softwareentwicklerin bei NEXT Farming.

Ein individueller Lebenslauf steigert deine Jobchancen

Mit einem auf eine bestimmte Stelle optimierten Lebenslauf steigerst du deine Chancen, einen Job in den Bereichen wie Beratung, Versicherungen und Dienstleistungen der grünen Branche zu finden. Auch Quereinsteiger haben hier sehr gute Chancen auf einen Job.

Wenn du noch auf der Suche bist: Im Stellenmarkt von agrajo.com kannst du unter vielen unterschiedlichen Stellenangeboten deinen neuen Traumjob zu finden!