Soft Skills: Mit sozialen Fähigkeiten einen Job ergattern


Zusammenfassung


Soft Skills sind die überfachlichen Fähigkeiten, die Arbeitnehmer und Arbeitgeber brauchen, um erfolgreich zusammenzuarbeiten. Ohne Soft Skills funktioniert kein Team und selbst die Zusammenarbeit von Kunden und den Vertretern eines Unternehmens basieren auf Kommunikation und damit auf den Soft Skills.

Soziale Kompetenzen umfassen die Persönlichkeit einer Person. Neben den Soft Skills entscheiden die fachlichen Fähigkeiten darüber, ob ein Bewerber die anvisierte Stelle bekommt. Soft Skills, auch soziale Kompetenzen genannt, umfassen beispielsweise Teamfähigkeit, selbstbewusstes Auftreten, Konfliktmanagement und Organisationsfähigkeit. Auch Lernfähigkeit und Führungsqualität sind soziale Kompetenzen.

Soft Skills in Bewerbung belegen

Bereits in einem Bewerbungsschreiben solltest du deine Soft Skills beschreiben und belegen. Einfach zu behaupten, dass du beispielsweise kommunikativ Probleme lösen und gut im Team arbeiten kannst oder kritikfähig bist, reicht nicht. Belege in einer (Online)-Bewerbung, wann du diese Soft Skills erlangt und angewendet hast, sind ein Muss. Beschreibe eine Konfliktsituation in einem früheren Job oder berichte von einem Projekt, bei dem du deine speziellen Kenntnisse eingebracht hast, jedoch nur erfolgreich warst, da du mit anderen Spezialisten zusammengearbeitet hast.



Teamfähigkeit und Selbstbewusstsein

Soft Skills, die in fast jeder Stellenausschreibung gefordert werden, sind Teamfähigkeit und sicheres Auftreten. Nur in den wenigsten Jobs arbeitest du alleine, ohne Kontakt mit Kollegen oder Kunden zu haben. Daher müsst du mit anderen Menschen kommunizieren. Ihr werdet euch gegenseitig unterstützen und voneinander lernen.

Ein gutes Team ist stärker als die Summe der einzelnen Protagonisten. Das gilt nicht nur im Sport, sondern auch in einem Unternehmen. Zu Teamfähigkeit gehört, dass du dich in andere Menschen hineinversetzen kannst.

Soft Skills wie Einfühlungsvermögen und Konfliktmanagement sind dort besonders wichtig, wo du mit Kunden operierst. Ein sicheres Auftreten brauchst du, wenn du dich gegen andere durchsetzen musst. Dabei solltest du nicht von oben herab auf Angestellte schauen oder arrogant auftreten. Ein selbstbewusstes Auftreten gegenüber Kollegen, Konkurrenten und Kunden fördert deinen Erfolg im Berufsleben.



Kritikfähigkeit und interkulturelle Kompetenz

Auch Kritikfähigkeit und interkulturelle Kompetenz sind wichtig. Wer keine Kritik verträgt, diese nicht richtig einordnen kann und nicht aus (berechtigter) Kritik lernt, verbessert sich nicht in seiner Tätigkeit oder zumindest nur langsam. Zur Kritikfähigkeit gehört auch, andere sachlich und freundlich, dabei aber bestimmt, zu kritisieren. Versuche bei Kritik direkt einen Lösungsansatz mitzugeben.

Interkulturelle Kompetenz kann entscheidend sein bei Verhandlungen mit Geschäftspartnern aus dem Ausland. Informiere dich über die Sitten und Bräuche einer fremden Kultur, bevor du dort hinreist. Das gehört zu einer guten Vorbereitung und zeugt von Respekt. Beispielsweise ist in einigen Ländern ein Handschlag verpönt, in anderen ist Alkohol ein No-Go. In wieder anderen Kulturen ist starker körperlicher Kontakt üblich.


Bei einem Bewerbungsgespräch ist es wichtig, dass du dich im besten Licht präsentierst und deine Soft Skills nicht vergisst. Bleibe ehrlich und du selbst, dann klappt das mit dem Traumjob! © Gpoint Studio / Adobe Stock

Zeitmanagement, Organisationstalent und Lernfähigkeit

Zeitmanagement hilft dir, deine fachlichen Fähigkeiten auszuschöpfen. Wann bist du am produktivsten? Welche Aufgaben sind wichtiger als andere? Wenn du eine geeignete Zeitmanagement-Methode für dich gefunden hast, kannst du deinen Arbeitstag und auch Alltag besser organisieren.

Soft Skills wie Zeitmanagement testen Personaler beispielsweise in Assessment Centern mit Postkorbübungen. Dort bekommen Bewerber eine gewisse Anzahl an Aufgaben, die sie sortieren müssen: Welche Aufgaben kannst du delegieren, welche musst du sofort erledigen? Für welche Aufgaben nimmst du dir mehr Zeit als für andere? Auch durch Fragen im Vorstellungsgespräch prüfen Personaler deine Soft Skills.

Eng verbunden mit der Kompetenz Zeitmanagement ist das Organisationstalent: Einige Personen haben sofort einen Überblick über die Aufgaben des Tages, andere müssen diese sorgfältig aufschreiben. Mit Übung und Erfahrung – und hier kommt beispielsweise die Lernfähigkeit ins Spiel – wirst du immer besser.

Zum Organisationstalent gehört auch, dass du weißt, welche Mitarbeiter welche Aufgaben am besten lösen können. Delegiere Aufgaben, stelle Teams zusammen und verteile Aufgaben. Kein Meister ist vom Himmel gefallen, lautet ein Sprichwort. Das gilt auch im Job. Mache nur keinen Fehler zweimal, sondern analysiere Fehler und Probleme. Nehme den Rat von erfahrenen Kollegen an und scheue dich nicht, Vorgesetzte und Kollegen zu fragen, wenn du etwas (noch) nicht kannst oder weißt.



Mit sozialen Kompetenzen gegen Mitbewerber durchsetzen

Es gibt viele Bewerber, die ausgezeichnete Noten und Berufserfahrung mitbringen. Soft Skills, also überfachliche soziale Kompetenzen, können dann den Unterschied ausmachen: Wenn du dich in vorherigen Karrierestationen durch Teamarbeit oder durch selbstbewusstes Auftreten und Verhandlungsgeschick gegenüber Mitarbeitern und Kunden hervorgetan hast, hast du gute Chancen auf einen interessanten Job.

Es gilt nicht nur im Sport, dass ein Team besser ist, als die einfache Addition der Stärken der Einzelnen. Und damit das Team optimal zusammenarbeiten kann, brauchen die einzelnen Mitglieder Soft Skills, wie beispielsweise Organisationstalent, Zeitmanagement und Lernfähigkeit. Wichtig sind dabei vor allem die kommunikativen Fähigkeiten. Denn nur wenn in einem Team miteinander gesprochen und gemeinsam gearbeitet wird, kannst du mit und in diesem Team schwierige Probleme lösen und Herausforderungen meistern.


Wenn du dich auf einen Job aus dem agrajo-Stellenmarkt bewirbst, denke daran, deine Soft Skills zu präsentieren und zu belegen. Dann klappt es sicherlich mit einem interessanten Job aus der grünen Branche.

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Autor: agrajo-Redaktion; überarbeitet von Dagmar Pfeiffer