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Kündigungsfristen in Deutschland©stock.adobe.com/Kaesler-Media

29.04.2024 Judith Köhler

Kündigungsfristen: Was gilt?

Welche verschiedene Kündigungsfristen gibt es? 

Es gibt deutschlandweit verschiedene Arten von Kündigungsfristen, die je nach den geltenden Arbeitsgesetzen, tarifvertraglichen Vereinbarungen und den Bedingungen des Arbeitsvertrags variieren können. Das sind häufige Arten von Kündigungsfristen:

  • Die Gesetzliche Kündigungsfrist: Dies ist die Mindestkündigungsfrist, die gesetzlich vorgeschrieben ist und je nach Land unterschiedlich sein kann. Diese Fristen können je nach Betriebszugehörigkeit des Arbeitnehmers variieren und werden oft in Arbeitsgesetzen oder -verordnungen festgelegt. Wer weniger als zwei Jahre im Unternehmen arbeitet, hat in der Regel eine Kündigungsfrist von einem Monat bis maximal sieben Monaten Kündigungsfrist bei 20 Jahren Betriebszugehörigkeit. Die gesetzlichen Kündigungsfristen stehen im Bürgerlichen Gesetzbuch.
  • Die Vertragliche Kündigungsfrist: Dies ist die Kündigungsfrist, die im Arbeitsvertrag zwischen Arbeitgeber und dir als Arbeitnehmer vereinbart ist. In der Regel ist die vertragliche Kündigungsfrist länger als die gesetzliche Mindestkündigungsfrist sein und wird vor Unterschreibung des Arbeitsvertrages zwischen den Parteien verhandelt. Kündigungsfristen von 3 bis 6 Monaten sind hier üblich, können auch unter Zuziehung der Betriebszugehörigkeit variieren. 
  • Die Tarifvertragliche Kündigungsfrist: Wenn du als Arbeitnehmer unter einen Tarifvertrag fällst, können tarifvertragliche Kündigungsfristen gelten. Diese Fristen sind in Tarifverträgen zwischen Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften festgelegt und öffentlich einsehbar. Beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales kannst du eine Übersicht der Tarifverträge einsehen und wiederum recherchieren, welche Kündigungsfrist für deinen Tarifvertrag gilt. Auch hier werden die Kündigungsfristen oftmals in Abhängigkeit der Betriebszugehörigkeit berechnet, üblich sind Kündigungsfristen von einem Monat bis maximal sechs Monaten

Kündigung zum Monatsende oder Quartalskündigung

In den meisten Fällen kündigst du zum 15. oder zum Ende des Kalendermonats. Doch Vorsicht, wenn in deinem Vertrag die sogenannte Quartalskündigungsfrist drin steht. Diese erkennst du daran, dass dort steht "Kündigung X Monate zum Quartalsende". Das bedeutet, dass du viermal im Jahr kündigen kannst: Bis zum 31.03., 30.06., 30.09. oder 31.12. Konkret bedeutet es, dass du X Monate vor diesem Termin die Kündigung eingereicht haben musst.  

Wie lang darf eine Kündigungsfrist für Arbeitnehmer sein? 

Die Länge deiner Kündigungsfrist kann je nach der Dauer deiner Betriebszugehörigkeit als Arbeitnehmers variieren. Zum Beispiel können längere Kündigungsfristen für Arbeitnehmer gelten, die länger im Unternehmen tätig sind. Es ist wichtig, die spezifischen Kündigungsfristen in deinem Arbeitsvertrag, den geltenden tarifvertraglichen Vereinbarungen und den Arbeitsgesetzen deines Landes zu überprüfen, um deine Rechte und Pflichten im Falle einer Kündigung zu verstehen.

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VeröffentlichtVeröffentlicht: 21.5.2024
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VeröffentlichtVeröffentlicht: 21.5.2024
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Gibt es eine Kündigungsfrist während der Probezeit?

Grundsätzlich können Kündigungsfristen während deiner Probezeit je nach den geltenden Arbeitsgesetzen und den Bedingungen deines Arbeitsvertrags variieren. In vielen Ländern haben Arbeitgeber und Arbeitnehmer während der Probezeit spezifische Regelungen für die Kündigung vereinbart. In der Regel ist die Kündigungsfrist während deiner Probezeit kürzer als nach Ablauf der Probezeit. Dies dient dazu, Arbeitgebern und Arbeitnehmern Flexibilität zu bieten und festzustellen, ob das Arbeitsverhältnis für beide Seiten geeignet ist. Das solltest du zur Kündigungsfrist in der Probezeit wissen: 

  • Die Gesetzliche Regelungen: In einigen Ländern gibt es gesetzliche Bestimmungen, die die Kündigungsfrist während der Probezeit regeln. Diese Gesetze können vorschreiben, wie lange die Kündigungsfrist während der Probezeit sein sollte oder ob die Kündigung während der Probezeit überhaupt möglich ist.
  • Die Arbeitsvertragliche Regelungen: Überprüfe deinen Arbeitsvertrag, um festzustellen, welche Kündigungsfrist während der Probezeit vereinbart wurde. Arbeitsverträge können spezifische Regelungen enthalten, die die Kündigung während der Probezeit regeln.
  • Die Probezeitklausel im Arbeitsvertrag: In vielen Arbeitsverträgen wird eine Probezeitklausel festgelegt, die die Bedingungen und Regelungen für die Kündigung während der Probezeit beschreibt. Diese Klausel kann angeben, wie lange die Kündigungsfrist während der Probezeit ist oder ob eine verkürzte Kündigungsfrist gilt.
  • Die Tarifvertragliche Regelungen: Wenn du unter einen Tarifvertrag fällst, können tarifvertragliche Regelungen zur Kündigungsfrist während der Probezeit gelten. Diese Regelungen können von den Bedingungen Ihres Arbeitsvertrags abweichen und sollten im Detail geprüft werden.

Wenn du dir trotzdem unsicher bist, welche Kündigungsfrist während der Probezeit gilt, empfiehlt es sich, deinen Arbeitsvertrag zu überprüfen oder sich an eine Arbeitsrechtsberatung zu wenden, um deine Rechte und Pflichten zu klären.


Probezeit in der Ausbildung: Dauer, Kündigung und Fristen

Du absolvierst derzeit eine Ausbildung und möchtest kündigen? Lies jetzt unseren Beitrag zur Probezeit in der Ausbildung!


Wie kann ich die Kündigungsfrist einhalten? 

Das Einhalten von Kündigungsfristen ist wichtig, um dein Arbeitsverhältnis oder deine Ausbildung ordnungsgemäß zu beenden und potenzielle negative Konsequenzen zu vermeiden. Hier sind einige Schritte und Tipps für dich, um deine Kündigungsfristen einzuhalten:

  • Überprüfe deinen Vertrag: Überprüfe deinen Arbeitsvertrag, Ausbildungsvertrag oder andere einschlägige Vereinbarungen, um die vereinbarte Kündigungsfrist zu ermitteln. Die Kündigungsfrist sollte in deinem Vertrag klar festgelegt sein.
  • Notiere dir das Kündigungsdatum: Sobald du entschieden hast, zu kündigen, bestimme das genaue Datum, an dem deine Kündigung wirksam werden soll. Berücksichtige dabei die vereinbarte Kündigungsfrist. Zähle die Tage bis zum Kündigungsdatum, um sicherzustellen, dass du die Frist einhalten kannst.
  • Schreibe eine formelle Kündigungserklärung: Verfasse eine schriftliche Kündigung gemäß den Vorgaben in deinem Vertrag. Gib das genaue Datum an, zu dem deine Kündigung wirksam werden soll.
    "Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit kündige ich fristgemäß zum TT/MM/JJJJ das Arbeitsverhältnis. Bitte bestätigen Sie mir den Erhalt der Kündigung."
  • Sende deine Kündigung rechtzeitig: Stelle sicher, dass deine schriftliche Kündigung rechtzeitig vor dem Fristdatum beim Arbeitgeber eingeht. Berücksichtige die postalische Zustellungsdauer, falls du die Kündigung per Post senden möchtest - andernfalls kannst du die Kündigung persönlich abgeben.
  • Eine Bestätigung erhalten: Achte darauf, dir eine schriftliche Bestätigung von deinem Arbeitgeber oder deinem Ausbilder über den Erhalt deiner Kündigung ausstellen zu lassen. Dies kann per E-Mail, Brief oder persönlicher Bestätigung mittels Unterschrift erfolgen.
  • Frage nach offenen Punkten: Kläre noch offene Fragen, wie z. B. Urlaubsansprüche, Gehaltsabrechnungen oder die Rückgabe von Unternehmensmaterialien, bevor deine Kündigung wirksam wird.
  • Bleibe professionell: Behalte während des gesamten Kündigungsprozesses eine professionelle Haltung bei. Beende deine verbleibende Zeit im Unternehmen oder in der Ausbildung respektvoll und engagiert.

Indem du diese Schritte befolgst und deine Kündigung sorgfältig und fristgerecht durchführst, stellst du sicher, dass du die Kündigungsfrist einhältst und einen reibungslosen Übergang zu deinem neuen beruflichen Weg gewährleistest.

Wie kündige ich einen Ausbildungsplatz? 

Wenn du deine Ausbildung kündigen möchten, solltest du dies in einem professionellen und angemessenen Rahmen tun, um die Beziehung zu deinem Ausbildungsbetrieb möglichst gut zu erhalten. Es ist wichtig, die Kündigung deiner Ausbildung in einem respektvollen und professionellen Rahmen zu handhaben, um das Unternehmen positiv zu verlassen. Hier sind einige Schritte, die Sie befolgen können, um Ihre Ausbildung ordnungsgemäß zu kündigen:

  • Prüfe deinen Ausbildungsvertrag: Überprüfe deinen Ausbildungsvertrag oder deine Ausbildungsvereinbarung, um festzustellen, welche Bestimmungen und Regelungen für die Kündigung Ihrer Ausbildung gelten. Hier findest du wichtige Informationen zur Kündigungsfrist, zum Kündigungsverfahren und zu etwaigen Konsequenzen einer vorzeitigen Kündigung.
  • Informiere deinen Ausbilder rechtzeitig: Vereinbare einen Termin mit deinem Ausbilder oder deinem Vorgesetzten, um persönlich über deine Entscheidung zu sprechen. Es ist wichtig, höflich und respektvoll zu kommunizieren. Gebe deutlich an, dass du deine Ausbildung kündigen möchten, und erklären deine Gründe für deine Entscheidung, falls gewünscht.
  • Schreibe eine Kündigungserklärung: Verfasse eine schriftliche Kündigungserklärung gemäß den Vorgaben deines Ausbildungsvertrags. In der Kündigungserklärung solltest du deinen vollständigen Namen, deine Ausbildungsnummer (falls vorhanden), das Datum der Kündigung und den Grund für die Kündigung angeben. Halte den Brief professionell und höflich.
  • Kündigungsfrist einhalten: Beachte die vereinbarte Kündigungsfrist gemäß deinem Ausbildungsvertrag. In vielen Fällen musst du eine bestimmte Frist einhalten, bevor deine Ausbildung offiziell endet. Die Einhaltung dieser Frist kann wichtig sein, um etwaige negative Konsequenzen zu vermeiden.
  • Rückgabe von Unterlagen und Materialien: Gebe alle Unterlagen, Materialien oder Ausrüstungsgegenstände, die dir während deiner Ausbildung zur Verfügung gestellt wurden, ordnungsgemäß zurück. Dies umfasst möglicherweise Schulbücher, Werkzeuge oder andere Gegenstände.
  • Abschlussdokumente anfordern: Frage nach Abschlussdokumenten oder Zeugnissen, die deine Ausbildung bestätigen und deine erworbenen Fähigkeiten und Qualifikationen dokumentieren.
  • Feedback geben (optional): Wenn du möchten, kannst du deinem Ausbilder Feedback zu deiner Ausbildung geben, um Verbesserungsvorschläge oder Rückmeldungen zu hinterlassen. Dies kann dazu beitragen, dass zukünftige Auszubildende von deinen gemachten Erfahrungen profitieren.

Wenn du unsicher bist oder Fragen zur Kündigung deiner Ausbildung hast, wende dich an deinen Ausbilder oder an eine Beratungsstelle für Ausbildung, um weitere Unterstützung zu erhalten.


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