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Hauptgebäude der Hochschule Weihenstephan in Freising©Hochschule Weihenstephan

12.04.2021 Redaktion agrajo

Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT), Standort Freising

Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf: Eine Hochschule mitten im Grünen

Die Kreisstadt Freising mit rund 46.000 Einwohnern liegt 30 km nördlich von München. Sie ist nicht nur Universitäts-, Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort, sondern auch eine der ältesten Städte zwischen Regensburg und Bozen. Als Hochschulstandort ist Freising für das ausschließlich grüne Fächerangebot und für den größten grünen Campus Deutschlands bekannt.

Der parkähnliche Hofgarten auf dem Weihenstephaner Berg war einst ein Klostergarten: rund um die Staatsbrauerei Weihenstephan entstand aus dem Kloster der heutige Campus Freising-Weihenstephan. Die Studierenden leben und lernen zwischen Hofgarten, Schaugärten, Versuchsbetrieben, Lehrgütern, dem Staatsforst und dem Biotechnikum.

Prof. Dr. Monika Gerschau von der HSWT im Interview

Professor Dr. Monika Gerschau lehrt Marketing im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen, Agrarmarketing und Management an der Fakultät Land- und Ernährungswirtschaft. Sie berichtet im Interview über weitere Merkmale des „grünen“ Studiums in Freising

Frau Professor Gerschau, was schätzen Sie am Standort Freising besonders?

Prof. Dr. Monika Gerschau: Am besten sind die kurzen Wege zu Allem, was in der grünen Branche Rang und Namen hat. Der Campus ist ein Zentrum der Agrarier-Welt. „Grüne“ Forscher auf dem Gelände, wohin man schaut: im Wissenschaftszentrum Weihenstephan der TUM, in der Deutschen Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie. Auch das Leibniz-Institut des Bundes, im Fraunhofer Institut Verfahrenstechnik und Verpackung, im Innovations- und Gründerzentrum Biotechnologie sind vor Ort.

Und die Klammer zwischen Forschung und praktischen Anwendungen bilden die Landesanstalten für Landwirtschaft sowie Wald- und Forstwirtschaft. Auch die Praxis hat ihren Platz in Weihenstephan von der Brauerei und Molkerei bis hin zu Ställen und Versuchsfeldern von Universität und Hochschule.

Was bedeutet die „Agrarier-Welt“ für das Studium?

Prof. Dr. Monika Gerschau: Um alle Arbeitskreise und Forschungseinrichten zu entdecken, reicht ein Studium fast nicht aus. Wer bei uns studiert, bekommt auf dem Campus immer wieder Impulse und wird wissbegierig auf Neues. Jeder kann auch neben seinem Studiengang Einblicke in andere „grüne“ Bereiche bekommen und damit Anregungen für die Berufswahl.

Von der Agrartechnik und Futtermittelindustrie bis zum Agrarmarketing, von der lebensmittelverarbeitenden Industrie bis zum Lebensmittelgroßhandel. Den Charme des Standorts macht natürlich auch die Nähe zu kleinen und großartigen Freizeitmöglichkeiten aus, denn man studiert ja nicht nur mit dem Kopf, sondern auch mit Leib und Seele.

Die HSWT bietet nur „grüne“ Fächer an. Ist das auf dem Campus zu spüren?

Prof. Dr. Monika Gerschau: Tatsächlich beschäftigt sich jeder Studiengang mit dem „grünen“ Kern. Das sind Lebens- und Ernährungsgrundlagen und nachhaltiges Natur-Ressourcen-Management mit Tier, Pflanze, Boden, Energie, Nahrung, Landschaft, Ökosystemen und deren ökonomische Bedingungen. Man fühlt sich dadurch wirklich verbunden, spricht eine Sprache und identifiziert sich mehr mit dem Standort.

Natürlich gibt es aber Unterschiede zwischen den Fakultäten – und sie grenzen sich auch selber scherzhaft voreinander ab. So bekommen die Landschaftsarchitekten gerne den Spitznamen „Künstler“ verpasst; von den Landwirten wird behauptet, das sie noch etwas Ackerkrume an den Schuhen tragen, die Förster sieht man oft nur im Doppelpack mit Hund und wer sich mit erneuerbare Energien beschäftigt, wird gerne mal als „Alternativo“ bezeichnet.

Dennoch können wir eine große Klammer über die Studiengänge setzen, was man am fakultätsübergreifenden englischsprachigen Studienangebot Sustainable Engineering“. erkennen kann: Inländer wie Ausländer können sich hier über verschiedene Studiengänge hinweg Fächer aussuchen, die in Englisch unterrichtet werden und die sich mit den zentralen „grünen“ Themen beschäftigen.

Erfahre im Video mehr über den Studiengang Lebensmitteltechnologie der HSWT
 

Der Standort Freising ist der größte grüne Campus in Deutschland. Nur zum Anschauen?

Prof. Dr. Monika Gerschau: Die Wirtschaft erwartet von den Absolventen theoretisches und praktisches Fachwissen. Beides können sie hier auf dem Campus erwerben. Die Studien vieler Fächer findet eben auch im Wald oder auf dem Feld statt, und nicht nur im Vorlesungssaal. Es geht Hand in Hand mit Untersuchungen, Experimenten und Beobachtungen in der Natur. Hofgarten, Oberdieckgarten, Sichtungsgarten und Schaugarten, sie sind allesamt Einrichtungen der HSWT.

Weit über die Landesgrenzen hinaus sind die Gartenanlagen in Freising-Weihenstephan ein Begriff und bei interessierten Laien sowie dem internationalem wissenschaftlichen Publikum sehr geschätzt. So streckt sich der Staudensichtungsgarten als Lehr- und Versuchsfläche der Studierenden über 5 Hektar. Anschließend an Weihenstephan liegen die Waldflächen des Freisinger Forstes, die als Lehrwald von der HSWT und den Bayerischen Staatsforsten gemeinsam bewirtschaftet werden.

Absolvent steht auf der Weide mit Kühen


 

Viele der Studiengänge an der HSWT werden auch dual angeboten. Dadurch bekommen die Studierenden die perfekte Mischung aus Theorie und Praxis.

Direkt am Campus befinden sich Gewächshäuser und Freiflächen des Gartenbaus, sowie landwirtschaftliche Lehr- und Versuchsflächen in unmittelbarer Nähe. Praktische Kompetenz bekommen die Studierenden aber nicht nur in den Versuchsanlagen, sondern ebenso bei Lern-Besuchen und Projekten, die wir mit Unternehmen durchführen.

Die Hälfte der Studierenden ist weiblich, Weihenstephan belegt unter den Ingenieurstudiengängen die Spitzenposition in Deutschland. Was zieht Frauen an Ihre Hochschule?

Prof. Dr. Monika Gerschau:  Neben dem landesweiten Projekt „BayernMentoring“, mit dem wir junge Frauen in technischen Studiengängen berufsorientierend begleiten und fördern, liegt eine mögliche Erklärung in den Studiengängen selber. Fächer wie Gartenbau, Landschaftsarchitektur, Agrarmarketing und Management oder Lebensmitteltechnologie sind lebens- und praxisnah.

Als solche sprechen sie vielleicht eher Frauen an. Üblicherweise werden naturwissenschaftlich-technische Studiengänge weniger von Frauen nachgefragt, aber die „grünen“ Ingenieursfächer Weihenstephans ziehen Frauen an. Dazu gehören sogar Studiengänge wie die von weiblichen Studierenden dominierte Biotechnologie.


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Campus Weihenstephan der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT), Standort Freising

Die Fakultäten der HSWT hier im Überblick

Bachelorangebot der Hochschule Weihenstephan

Das Bachelorangebot der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf umfasst 21 Bachelorstudiengänge, darunter: 

Der Campus der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf in Freising liegt im Grünen und bietet so viele Möglichkeiten für Pausen im Freien.

Am Standort Weihenstephan lernen im Wintersemester 2023/2024 rund 3.640 Studierende.

Masterstudium an der Hochschule Weihenstephan

Neben den 21 Bachelorstudiengängen bietet die Hochschule 13 Masterstudiengänge an. Die Zulassung hängt, wie meist überall, von den erbrachten Leistungen in der ersten Stufe ab. Am Standort Freising existieren Zulassungsbeschränkungen für Masterstudiengänge, diese unterscheiden sich je nach Studiengang.

Einmalig in Deutschland ist der Master International Management of Forest Industries (IMFI). Ab dem Wintersemester 2014 kamen weitere neue Masterabschlüsse bei uns an der Hochschule Weihenstephan hinzu, unter anderem Regionalmanagement in Gebirgsräumen und
Business Management & Entrepreneurship Erneuerbare Energien.

Des Weiteren bietet Freising den Master Agrarmanagement an, sowie Biotechnologie / Bioingenieurwesen und International Master of Landscape Architecture.

Campus Hochschule Weihenstephan
Der Campus Weihenstephan ist im Westen der Stadt Freising beheimatet.

Studenten helfen Studenten: das Junior-Mentoring der HSWT

Studierende der Hochschule Weihenstephan haben die Möglichkeit, am landesweiten Projekt „BayernMentoring“ teilzunehmen. Die Hochschule bietet etliche Seminare und Workshops an wie Stimm- und Sprechtraining, Körpersprache oder Lerntechniken. Diese Angebote sollen jungen Frauen in technischen Studiengängen

Leben und Wohnen in Freising

Die Wohnungssuche ist wie an vielen Hochschulstandorten nicht ganz einfach. Für den Campus Freising vermittelt das Studentenwerk München Zimmer über ein Online-Bewerbungsverfahren. Hilfreich bei der Suche sind auch die Kleinanzeigen auf der HSWT-Internetseite, Schwarze Bretter am Campus sowie die Wohnungsberatung und Privatzimmervermittlung des Studentenwerks.

Und danach? Berufseinstieg

Der Weg in den Job: Studierenden können während des Studiums und beim Übergang von der Hochschule in den Beruf in allen Belangen der Jobsuche Hilfe bekommen. Ob Bewerbungsprozess oder Training von Schlüsselkompetenzen: die Leistungen des Career Service kostet Studierende nichts. Die Mitarbeiter helfen auch bei der Suche nach Praktikumsstellen oder Unternehmen für Abschlussarbeiten.

Autor: Christiane Siemann, überarbeitet April 2021 von agrajo-Redaktion
Bildquellen: HSWT, Adobestock

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